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Sonnenhungrige Giftschlange

Aufregung um eine hochgiftige grüne Mamba in Wien-Landstraße: Das 1,5 Meter lange Exemplar sonnte sich auf Pkw-Reifen.

Für Aufregung bei Passanten und Einsatzkräften sorgte am Mittwoch in Wien-Landstraße eine grüne Mamba: Das hochgiftige Reptil kroch aus seinem defekten Terrarium durch einen verrosteten Rolladen auf die Straße und sonnte sich auf dem Vorderrad eines geparkten Pkw. Einem von der Polizei alarmierten Tierretter gelang es, die Mamba einzufangen, gemeinsam mit ihren weiteren 10 (!) “Zimmergenossen”, darunter auch einige Pythons, wurde die Schlange von der Tierretztung ins “Haus des Meeres” gebracht.

Als die Polizei gegen 10 Uhr in der Adamsgasse eintraf, hatten sich bereits mehrere Schaulustige versammelt. Während die Schlange um den Autoreifen gewickelt, ihre neugewonnene Freiheit genoß, steckte eine zweite Mamba bereits unternehmungslustig ihren Kopf durch das Rostloch. Nachdem es der Feuerwehr gelungen war, den Rolladen zu öffnen, wartete bereits die nächste Überraschung auf die Einsatzkräfte: In dem fensterlosen Raum stieß man auf insgesamt fünf Terrarien, in denen sich neun weitere Schlangen befanden. Diese waren von ihrem Besitzer offensichtlich schon längere Zeit nicht mit Futter versorgt worden, vermutete die Polizei. “Es waren selbstgebastelte Terrarien, die zum Teil einfach mit Tixo zusammengehalten wurden”, erzählte ein Beamter. Nachdem die Vorderwand eines der Behältnisse weggekippt war, konnten die beiden darin befindlichen Mambas leicht ihr Gefängnis verlassen und durch den defekten Rollbalken ins Freie gelangen. Vorerst konnten von der Polizei übrigens weder der Besitzer der Reptilien noch der Hauseigentümer ausfindig gemacht werden. (22.7.99)

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