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Sonne, Mond und Sterne

©Sigrid Juen
Zweites Arpeggione-Abo-Konzert in der Pfarrkirche St. Konrad in Hohenems.
Bilder vom Konzert

Hohenems. Die hohe künstlerische Qualität des Kammerorchesters „Arpeggione” ist unbestritten. Etwas anders, nämlich fragwürdig sind immer wieder die Mottos über den Konzerten. So war der Titel über dem zweiten Abo-Konzert (diesmal in der Pfarrkirche St. Konrad, Hohenems-Herrenried) „Sonne, Mond und Sterne” – ein Allerweltstitel, der über die Werke von Schubert, Corelli, Haydn und Pergolesi gar nichts aussagte.

Neben dem Kammerorchester unter der Leitung des Gastdirigenten Gianluca Capuano wirkten die beiden heimischen Chöre, Sacre Coeur Riedenburg Bregenz und der Gesangverein Hohenems unter der Leitung von André Vitek, mit; ferner die Solisten Lizi Ramishwili (Violoncello), Birgit Plankel (Sopran) und Eva Brugger (Alt).

Einstimmung mit Schubert

Den Konzertabend eröffnete der klangschöne Gesangverein Hohenems unter der Leitung von André Vitek mit Schubert-Gesängen, und zwar mit vier der Sechs Antiphonen zum Palmsonntag (D 696). Es folgte das mit bestechender Homogenität musizierte Concerto Grosso op. 6, Nr. 3, von Arcangelo Corelli (1653–1713). Die erste fulminante Solistin des Abends war sodann die erst 17-jährige, in Georgien geborene Cellistin Lizi Ramishwili; ein zierliches Persönchen, das mit überschäumendem Temperament, opulenter Klangfülle und hoher Virtuosität das schwierige Cello-Konzert in C-Dur von Joseph Haydn meisterte.

Pergolesi mit Engelstimmen

Der italienische Maestro Gianluca Capuano, ein souveräner Dirigent mit deutlicher Affinität zu den Meistern seiner Heimat, schuf zusammen mit den „himmlischen” Stimmen des Mädchenchors von Sacre Coeur Riedenburg und den Solistinnen Birgit Plankel und Eva Brugger als Höhepunkt des Abends eine imposante Aufführung des berühmten „Stabat Mater” von Giovanni Battista Pergolesi (1710–1736). Die von Chorleiter Hubert Herburger präzis einstudierten Mädchenstimmen, der besonders in den Leidensszenen ausdrucksstarke Sopran Birgit Plankels, der verinnerlichte Alt Eva Bruggers und das bestens disponierte Orchester schenkten eine Interpretation des Passionsgeschehens, welche die Ergriffenheit des nahenden Karfreitags vorwegnahm.

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