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"Sonderanstalt" für Asylwerber auf der Saualm offiziell eröffnet

Die "Sonderanstalt" für straffällig gewordene Asylwerber auf der Saualm in Kärnten ist am Mittwoch von Landeshauptmann Gerhard Dörfler (B) offiziell eröffnet worden.

Man trage damit dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung Rechnung und wolle gleichzeitig den Menschen durch intensive Betreuung helfen, begründete Dörfler vor Journalisten die Installierung der Anstalt in der Einschicht. Der Leiter des Flüchtlingsreferates, Gernot Steiner, meinte, es gebe “dringenden Handlungsbedarf”.

Man habe ein umfassendes Betreuungs- und Sicherheitskonzept ausgearbeitet, sagte Dörfler. Es gehe darum, “hochwertige und spezielle präventive Betreuung” zu bieten. Die Kritik an der “Sonderanstalt” wies Dörfler als “künstliche Aufregung” zurück. Rund zehn Prozent der Asylwerber würden straffällig, die Einrichtung auf der Saualm sei aber nur für “schwere Delikte” gedacht, wie etwa organisierter Diebstahl, schwere Körperverletzung oder Drogenhandel. “Hier oben abseits der Ballungszentren ist etwa die Verlockung, Diebstähle zu begehen, wesentlich geringer”, meinte der Landeshauptmann.

Die hier untergebrachten Asylwerber würden intensiv betreut werden, sowohl von Psychologen als auch von Sozialarbeitern. “Es wird für jeden ein ganz individuelles Betreuungskonzept ausgearbeitet”, sagte Steiner. Man müsse dabei auf die unterschiedlichen Nationalitäten Rücksicht nehmen. Steiner: “Das ist ein Pilotprojekt, wo wir völliges Neuland betreten.” Nach einem halben Jahr bzw. einem Jahr solle das Projekt evaluiert und nötigenfalls nachjustiert werden.

Die Zahl der in Frage kommenden “Insassen” bezifferte Steiner mit “35 bis 38” Personen, die man intensiv einladen werde, sich hierher verlegen zu lassen. Er betonte die Freiwilligkeit, “niemand muss hierher kommen”, gestand aber zugleich ein, dass eine Ablehnung der Verlegung auf die Saualm den Verlust der Bundesbetreuung nach sich ziehe: “Asylwerber haben keinen Anspruch auf ein bestimmtes Quartier.” In Kärnten werden zur Zeit rund 920 Asylwerber betreut.

Sicherheitsdirektor Albert Slamanig erklärte, die Polizei werde eine entsprechende Überwachung des Gebiets durchführen, dazu soll es regelmäßige Besprechungen zwischen Polizei, Bezirksbehörden, Gemeinde und Land geben. Derzeit befinden sich sechs Personen in dem Quartier, zwei Security-Mitarbeiter sind rund um die Uhr dort stationiert, zur Sicherung des Objektes und der Mitarbeiter, wie betont wurde.

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