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Sollten Abtreibungen in Vorarlbergs öffentlichen Spitälern ermöglicht werden?

Ex-Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) drängt darauf, dass in allen Regionen Österreichs Schwangerschaftsabbrüche in öffentlichen Spitälern möglich sind.
Ex-Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) drängt darauf, dass in allen Regionen Österreichs Schwangerschaftsabbrüche in öffentlichen Spitälern möglich sind. ©APA
Umfrage von VOL.AT unter den zur Landtagswahl antretenden Parteien: Die SPÖ drängt darauf, dass in allen Regionen Österreichs Schwangerschaftsabbrüche in öffentlichen Spitälern möglich sind. Vorarlberg sieht man hier säumig. Was sagen die Spitzenkandidaten zu der Thematik?
Mehr Videoüberwachung?
Mehr Asylwerber aufnehmen?
Gratis Ganztag-Kleinkindbetreuung?
Ist Wohnen leistbar?
Mehr Mittel für häusliche Pflege?
Mehr für Kunst & Kultur?
Cannabis-Legalisierung?
Aus für Bezirkshauptmannschaften?

Kommentar Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP): Wir bleiben bei einem klaren Nein zu Abtreibungen an öffentlichen Spitälern. In Vorarlberg besteht im niedergelassenen Bereich bereits heute die Möglichkeit, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen. Es besteht daher aus meiner Sicht kein Handlungsbedarf.

Wallner

Kommentar Dieter Egger (FPÖ): Wir setzen uns für die Forcierung des Lebensschutzes ein und halten Abtreibungen an öffentlichen Krankenhäusern für das falsche Signal. Es muss uns gelingen, Frauen das JA zum Kind zu ermöglichen und deshalb ist es unser Ziel, in Vorarlberg einen ‚Mutter-Kind-Fonds‘ nach deutschem Vorbild einzurichten.

Egger

Kommentar Johannes Rauch (die Grünen): Schwangerschaftsabbrüche sollten an einem öffentlichen Spital in Vorarlberg möglich sein, weil die Situation der privaten Klinik unzumutbar ist. Generell halten wir es für sinnvoller, dass Schwangerschaftsabbrüche bei niedergelassen Gynäkologinnen gemacht werden können, um die Anonymität der Betroffenen zu schützen.

LTW 14 Johannes Rauch

Kommentar Michael Ritsch (SPÖ): Es ist außer in Tirol und Vorarlberg überall in Österreich möglich. Auch Vorarlbergs Frauen sollten die gleichen Rechte haben, wie alle anderen.

ritsch2

Kommentar Sabine Scheffknecht (NEOS): Uns ist wichtig, dass Frauen im Fall eines Schwangerschaftsabbruchs die bestmögliche Beratung und medizinische Versorgung bekommen. Derzeit gibt es ein entsprechendes Angebot in Vorarlberg, daher ist die Frage nach den öffentlichen Krankenhäusern kein Thema. Es braucht auch dringend mehr Aufklärung, um ungewollte Schwangerschaften und somit auch Schwangerschaftsabbrüche zu vermeiden.

Sabine_neos

Kommentar Hannes Hausbichler (Männerpartei): Vorarlbergs Spitäler dürfen nicht gezwungen werden. Die Menschen in Vorarlberg sollten besser in der Familiengründung gefördet werden, statt ein negatives Bild von Kindern und dem Schönen am Familienleben zu zeichnen.

Hannes Hausbichler, Männerpartei
Hannes Hausbichler, Männerpartei ©VN/Philipp Steurer

Kommentar Christoph Alton (WIR): Für „WIR“ hat jeder Mensch ein naturgegebenes Recht auf Leben. WIR wollen das Heranwachsen jedes Menschen von klein auf fördern, weil jeder Mensch mit seinen je eigenen Fähigkeiten für die Gesellschaft von großem Wert und Nutzen ist.

Christoph Alton

Anm.: Keine Kommentare zu der Thematik gab es von der CPÖ und der Piratenpartei.

Info:

VOL.AT hat sämtliche Spitzenkandidaten der zur Landtagswahl antretenden Parteien zu verschiedenen Themengebieten befragt. Die Spitzenkandidaten konnten mit “Ja” und “Nein” antworten, und jeweils noch von “sehr wichtig” über “wichtig” bis “unwichtig” einstufen, welche Relevanz das Thema bei ihnen einnimmt.

F15

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