So steht die Vorarlberger Jugend zur EU

Bundesobmann Stefan Schnöll, Laura Sachslehner, Neci Gönay, Landesobmann Raphael Wichtl, Europaumfrage
Bundesobmann Stefan Schnöll, Laura Sachslehner, Neci Gönay, Landesobmann Raphael Wichtl, Europaumfrage ©JVP
Die Junge Volkspartei hat eine Studie erstellen lassen, um ein Stimmungsbild der jungen Bevölkerung in Bezug auf die Europäische Union zu zeichnen.

Befragt wurden etwas mehr als 1.000 Teilnehmer im Alter zwischen 16 und 30 Jahren, wobei 13 Prozent, also etwas über 130 Teilnehmer aus dem Bundesländern Tirol und Vorarlberg stammen.

Die Gesamtheit der Umfrage skizziert eine Jugend, die ihr Land in der Europäischen Union sieht, aber ein kritisches Auge auf mögliche zukünftige Entwicklungen hat. In keiner Altersgruppe und in keinem Bundesland gäbe es eine Mehrheit für einen möglichen Austritt.

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Im Österreich-Vergleich sehen die Tiroler und Vorarlberger die Europäische Union positiver als der Rest des Landes. Nur Oberösterreich und Wien hat vergleichbare Zustimmungswerte zur Europäischen Union.

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Der Anteil an jungen Menschen, die den Frieden gar nicht als Kernaufgabe der Europäischen Union sehen, liegt im Schnitt bei 4,2 Prozent in Tirol und Vorarlberg ist er mit 6,1 Prozent einer der höchste Wert in ganz Österreich.

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Über 90 Prozent der jungen Österreicher unterstützen die Anti-Atompolitik. Die Tiroler und  Vorarlberger Jugendlichen stehen zwar mit überragender Mehrheit hinter der Anti-Atompolitik, dennoch ist die Zustimmung zur Anti-Atompolitik nicht so hoch wie vergleichsweise in anderen Bundesländern wie Salzburg.

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Studenten würden mit über 80 Prozent für einen Verbleib stimmen, bei Lehrlingen sind es nur 48 Prozent. In Kärnten würden doppelt so viele junge Menschen für einen Austritt stimmen, wie in Niederösterreich und dem Burgenland. Tirol und Vorarlberg liegen im Österreich-Schnitt.

Auch die mögliche Erweiterung der Europäischen Union wurde thematisiert. Eine Mehrheit spricht sich für einen Abbruch der Verhandlungen mit der Türkei aus. Auch eine Erweiterung der EU am Westbalkan findet keine Mehrheit. Die Mehrheit ist gegen den Beitritt der Westbalkanstaaten, auch wenn sie alle Beitrittskriterien erfüllen. Mit einer offenen Frage wurden die für die Jungen wichtigsten Errungenschaften der Europäischen Union abgefragt.

Die 4 meistgenannten sind:
• Reisefreiheit
• Gemeinsame Währung
• Freihandel
• Zusammenhalt

Die wichtigsten Kernaussagen der Umfrage:

  • 47,7 Prozent der jungen Menschen in Tirol und Vorarlberg sehen sich in erster Linie als Österreicher, dann erst als Europäer. Dieser Wert ist um 10 Prozent niedriger als der im Österreich-Schnitt.
  • Die Tiroler und Vorarlberger Jugendlichen reisen ähnlich viel in Europa, wie der Rest der Jugend im Land. Der Median der bereisten Länder liegt bei 6. Der Österreich-Median liegt auch bei 6.
  • Die wichtigsten Errungenschaften der EU sind: Offene Grenzen, der Euro, freier Handel und Frieden.
  • Circa die Hälfte der jungen Menschen in Tirol und Vorarlberg und auch im Rest Österreichs sehen die Europäische Union positiv.
  • Die Kernaufgaben der EU sollten sein: Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, Vorreiter bei Umweltfragen und Klimaschutz und Mobilität innerhalb Europas.
  • Mehr als die Hälfte der Befragten jungen Menschen glaubt, dass es nach Großbritannien noch zu weiteren Austritten aus der Europäischen Union kommt.
  • Nur 39,7 Prozent wollen eine Erweiterung der Europäischen Union am Westbalkan, wenn die Beitrittskandidaten alle Voraussetzungen erfüllen. Die Mehrheit, 42,7 Prozent, lehnt einen Beitritt generell ab.
  • 70,7 Prozent der jungen Österreicher wollen, dass die Beitrittsgespräche mit der Türkei abgebrochen werden. In Tirol und Vorarlberg ist die Zahl mit 71,2 Prozent sogar noch höher.
  • 51 Prozent der Befragten finden, dass die Europäische Union nicht gut auf die Digitalisierung vorbereitet ist.
  • 64,2 Prozent sind der Ansicht, dass die Überschuldungspolitik ein Ende haben muss. In Tirol und Vorarlberg sind es 68,9 Prozent und damit eine breite Mehrheit.
  • 71,2 Prozent finden, dass die Europäische Union nicht genug gegen illegale Einwanderung tut. In Tirol und Vorarlberg ist diese Zahl mit 68,9 Prozent zwar etwas niedriger, dennoch spricht sich die große Mehrheit der jungen Menschen dafür aus, dass hier mehr getan werden muss.
  • 58,6 Prozent wollen, dass das Subsidiaritätsprinzip weiter gestärkt wird.
  • 64 Prozent der jungen Österreicher wollen den Freihandel ausgebaut sehen und stellen sich damit gegen eine protektionistische Politik.
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