So soll der Bahnhof modernisiert werden

Bahnhofs-Modernisierung wird konkret
Bahnhofs-Modernisierung wird konkret ©MIMA
"Millionen-Projekt": Nach Prüfung verschiedener Varianten steht nun fest, in welcher Weise der Bahnhof umfassend modernisiert werden soll.

Im Rahmen des Rheintalkonzepts wurden in den vergangenen Jahren auf den Strecken Bregenz – Bludenz und Lauterach – St. Margrethen zahlreiche Vorarlberger Bahnhöfe und Haltestellen modernisiert und barrierefrei ausgestattet. Dabei standen laut Land Vorarlberg vor allem Haltestellen und Bahnhöfe mit hohen Fahrgastfrequenzen im Fokus.

Pläne finalisiert

Im Rahmen des Rheintalkonzepts gab es jedoch noch einen weißen Fleck: der Bahnhof Götzis. Diese Lücke soll jetzt geschlossen werden und der Götzner Bahnhof modernisiert werden. Eine entsprechende Vereinbarung wurde jetzt von Land Vorarlberg, Marktgemeinde Götzis und ÖBB Infrastruktur AG unterzeichnet.

Bürgermeister Loacker ist erfreut

Besonders erfreut ist natürlich auch der Bürgermeister von Götzis Christian Loacker, der 2019 die ÖBB noch kritisiert hat. "Gut Ding will Weile haben und zukunftsweisende Projekte können ohne große Mühe und Arbeit nicht realisiert werden. Wir freuen und bedanken uns bei den ÖBB und beim Land Vorarlberg, dass unsere langjährigen Erfahrungen in die Planung des neuen Bahnhofes miteinfließen durften. Als zukünftige moderne Mobilitätsdrehscheibe soll er noch mehr zum Umsteigen auf die öffentlichen Verkehrsmittel anregen.“

Rauch: "Attraktive Schnittstelle"

"Der Infrastruktur-Ausbau ist die Grundlage für die Erweiterung des öffentlichen Personenverkehrs, dazu gehören insbesondere moderne Bahnhöfe als attraktive Schnittstellen zu anderen Mobilitätsangeboten und ein gut ausgebautes Schienen- sowie Busnetz“, sagt Landesrat Johannes Rauch, Landesrat für öffentlichen Verkehr in Vorarlberg. Wer klimafreundliche Mobilität wolle, müsse laut Rauch auch die Grundlagen dafür schaffen.

Durch den Einbau von Liften und die Errichtung von barrierefreien Bahnsteigen soll der Bahnhof Götzis zur modernen Mobilitätsdrehscheibe werden.

  • Der Hausbahnsteig soll erhalten bleiben, beim Zugang zum Inselbahnsteig könne von der Radunterführung eine Rampenlösung umgesetzt werden.
  • Nördlich des Bahnhofs soll ein rund 750 Meter langes Überholgleis errichtet werden, damit weiterhin Güterzüge im Zulauf zum Güterbahnhof Wolfurt überholt werden können.

50 Millionen Euro

Das Investitionsvolumen für den neuen Bahnhof wird sich nach ersten Kostenschätzungen der ÖBB Infrastruktur AG auf mehr als 50 Millionen Euro belaufen. Alleine die Verlegung des Überholgleises wird mit Kosten in Höhe von 17 Millionen Euro veranschlagt. Der Startschuss für die Bauarbeiten soll im Jahr 2024 erfolgen. Mit einer Fertigstellung des neuen Bahnhof in Götzis wird im Jahr 2029 gerechnet.

(Red/lk)

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