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Snowboarder: 8.000 Euro für seine Suchaktion

Kräftig zur Kasse gebeten wird ein 23-jähriger Snowboarder aus Friedrichshafen (Baden-Württemberg), der am Montag am Golm im Montafon in einem gesperrten Hang eine Lawine ausgelöst hat.

Er muss 8.000 Euro für die Einsatzkräfte und die Hubschrauberflüge bezahlen. Zudem wird der Wintersportler bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz angezeigt, da er trotz Warnung den organisierten Pistenbereich verlassen hat.

Am Montag kurz nach 13.00 Uhr war der junge Deutsche im Skigebiet Golm im Montafon mit seinem Snowboard oberhalb eines Absperrzaunes in den freien Skiraum eingefahren und missachtete die dort aufgestellte Sperrtafel. Laut Zeugenaussagen löste der Snowboarder nach einem Links- und Rechtsschwung ein etwa 50 Meter breites Schneebrett aus, konnte aber noch rechtzeitig seitlich wegfahren, bevor das Schneebrett über die Skipiste abging. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich Skifahrer auf der Piste befanden, wurde der Lawinenkegel drei Stunden lang nach möglichen Verschütteten abgesucht. Rund 80 Helfer und fünf Lawinenhundeteams waren bei der Suchaktion im Einsatz. Wie sich herausstellte, war niemand verschüttet worden.

Weil er die Warnungen des Liftpersonals und die Sperrtafeln ignoriert hatte, wird der junge Mann jetzt zur Kasse gebeten. Er muss rund 8.000 Euro für den Einsatz von Rettungshubschrauber, Bergrettung und anderen Einsatzkräften bezahlen. Zudem wird der Snowboarder wegen Übertretung des Sportgesetzes bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz angezeigt.

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