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Skywalk über Grand Canyon eröffnet

Besucher des Grand Canyon wandeln künftig in luftiger Höhe über dem Abgrund wandeln. Am Rande der Schlucht wurde am Dienstag eine hufeisenförmige Aussichtsplattform eingeweiht.

Durch deren gläsernen Boden können Touristen beinahe 1.300 Meter in die Tiefe blicken. Das gewagte Bauwerk im Reservat der Hualapi-Indianer ragt mehr als 22 Meter vom Hochplateau über dem Tal in die Schlucht hinein.

An dem „Skywalk“ scheiden sich allerdings die Geister. Kritiker unter den Hualapi bemängeln, die Konstruktion entweihe geheiligten Boden. „Wir bringen die Erde durcheinander“, sagte die 70-jährige Indianerin Dolores Honga am Rande der Einweihung. „Unsere Ahnen sind hier gestorben, dieser Boden ist heilig.“ Umweltschützer bemängeln zudem, die Aussichtsplattform störe eine der spektakulärsten Landschaften der Erde.

Befürworter weisen hingegen auf die erwarteten Einnahmen hin. „Wir leiden unter Armut und Arbeitslosigkeit“, sagte der Hualapi Sheri Yellowhawk. „Man kann doch nicht kritisieren, dass sich dies nun ändern soll.“ Der Bau wurde mit rund 30 Millionen Dollar (23 Millionen Euro) von dem Investor David Jin aus Las Vegas finanziert. Ein Abkommen mit den Hualapi-Indianern sieht vor, dass er dafür in den kommenden 25 Jahren die Hälfte der Einnahmen erhält.

Für einen Besuch des „Skywalk“ müssen Touristen 25 Dollar (18,8 Euro) bezahlen. Ab 28. März wird der Weg für die Besucher freigegeben.

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