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Skurriler Trend: KI-generierte Influencer

Auf Social-Media-Plattformen wie Instagram oder TikTok werden virtuelle Influencer*innen immer beliebter.
Auf Social-Media-Plattformen wie Instagram oder TikTok werden virtuelle Influencer*innen immer beliebter. ©TikTok/Instagram/Canva (Symbolbild)
Bizarr, aber wahr: Im Moment sind virtuelle Influencer*innen auf dem Vormarsch. Die KI-generierten Figuren haben teils Millionen Follower auf Instagram oder TikTok.

Konkurrenz für Influencer*innen: Mittlerweile gibt es auch immer mehr virtuelle Figuren, die auf Social Media zahlreiche Fans begeistern. Die durch künstliche Intelligenz (KI) generierten Figuren modeln teils sogar für Luxusmarken oder haben virale Songs. Damit bringen sie Millionen ein.

Goldgrube für Unternehmen

Diese virtuellen Influencer*innen werden dabei immer realistischer. Sie sehen immer menschlicher aus, singen Songs, modeln oder engagieren sich sogar politisch. Dahinter stecken meist Unternehmen, die mithilfe von 3D-Künstler*innen sowie Animator*innen, diese Figuren erschaffen. Manche dieser virtuellen Influencer*innen werden auch von Computer Generated Imagery (CGI) erstellt, wie man sie aus Filmen kennt. Wer die Figuren erschafft, kann alles selbst entscheiden und festlegen: Aussehen, Kleidung und Verhalten.

"Ich wurde von KI erschaffen."

Ein Beispiel: Auf TikTok hat Milla Sofia über 100 000 Follower. Die Finnin zeigt sich regelmäßig in Bikinis und Abendkleidern vor idyllischen Urlaubskulissen. Die Kommentarspalten ihrer Posts sind mit Komplimenten zu ihrem Aussehen und Auftreten gefüllt. Ob allen Followern bewusst ist, dass Milla Sofia nur eine KI-generierte Figur ist? Zumindest steht es ganz klar in ihrer TikTok-Biografie: "24-jähriges Robotermädchen aus Finnland. Ich wurde von künstlicher Intelligenz erschaffen."

Millionen Follower

Eine der wohl erfolgreichsten virtuellen Social Media-Persönlichkeiten ist Lil Miquela. Rund 2,7 Millionen Menschen folgen ihr auf Instagram. Sie wird als 19-Jährige dargestellt, die in LA lebt. Auch ihre Posts sehen wie klassische Influencer*innen-Postings aus: Sie zeigt sich unterwegs mit Freunden, im Urlaub oder beim Essen. Die vom Technologie-Start-up Brud kreierte Figur macht dabei auch Werbung für größere Tech-Firmen und präsentiert auf Youtube sogar ihre eigenen Songs. Aber nicht nur Technik-Unternehmen sind an einer Zusammenarbeit interessiert: Miquela war auch schon Teil eines Calvin Klein-Werbespots mit Supermodel Bella Hadid (26) und wurde 2018 von "The Times" sogar in die Liste der einflussreichsten Personen im Internet aufgenommen.

Konkurrenz für "echte" Influencer*innen?

Momentan gibt es noch keine Studien dazu, wie KI-Influencer*innen Social Media beeinflussen oder ob bzw. inwiefern sie eine echte Konkurrenz für ihre menschlichen Kolleg*innen darstellen. Durch den technischen Fortschritt und die Verbreitung von Künstlicher Intelligenz gibt es aber mittlerweile immer mehr virtuelle Influencer*innen. Diese vermeintlich perfekten Figuren sind für Unternehmen auf dem Werbemarkt der Social Media-Plattformen durchaus interessant.

(VOL.AT)

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