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Skitouren derzeit extrem gefährlich

Seit langem hat es mit bisher zwei Opfern in Vorarlberg nicht mehr so wenig Lawinentote gegeben wie in diesem Winter. Die schlechte Nachricht: Es bleibt extrem gefährlich in den Bergen. Aktueller Lawinenbericht

Experten warnen derzeit vor großer Gefahr bei Skitouren. „Skitouren erfordern großes lawinenkundliches Beurteilungsvermögen. Die Tourenmöglichkeiten sind derzeit stark eingeschränkt. Unerfahrene Wintersportler sollten gesicherte Pisten nicht verlassen“, warnt Bernhard Anwander von der Landeswarnzentrale eindringlich.

Warnungen missachtet

In diesem Winter sind in den österreichischen Bergen neun Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen, 30 wurden verletzt. Das geht aus einer Statistik des Alpindienstes im Innenministerium hervor. Insgesamt hat es etwa 60 Lawinen mit Personenbeteiligung gegeben. Die Zwischenbilanz ist relativ günstig. Im Winter 2004/05 gab es 48 Lawinentote und 72 Verletzte. Bis Mitte März – also vor der als besonders gefährlich geltenden Tauperiode – wurden damals 31 Lawinentote registriert.

Großes Glück hatte am Samstag ein 24-jähriger deutscher Koch in Lech. Er wurde beim Skifahren abseits der präparierten Piste von einem Schneebrett einen Meter tief verschüttet, konnte aber nach zehn Minuten von Rettungsmannschaften geortet und lebend geborgen werden. Trotz Lawinenwarntafeln hatte der junge Mann bei der Abfahrt vom Kriegerhorn die präparierte Piste verlassen und wurde von einem Schneebrett rund 20 Meter mitgerissen. Sein Leben verdankt er einem Augenzeugen, der den Vorfall beobachtete und Hilfe alarmierte. Per Sonde wurde der Mann geortet und zehn Minuten nach der Verschüttung aus den Schneemassen befreit. Weiteres Glück: der Deutsche hatte eine Atemhöhle, die ihm genug Sauerstoff ließ. „Für Skitouren und Variantenab fahrten bleibt die Lawinen situation heikel“, so die Experten der Landeswarnzentrale.

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