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Skiorte abgeschnitten

Rund 9.600 Wintergäste waren am Donnerstag am Arlberg eingeschneit: Wegen akuter Lawinengefahr konnten die Skiorte Lech, Zürs und Stuben nicht auf dem Straßenweg erreicht werden.

Genauso erging es Gargellen im Montafon. Unter den festsitzenden Urlaubern befand sich der niederländische Thronfolger Prinz Willem-Alexander mit seiner Familie. Im Rest Österreichs gab es teils ergiebige Neuschneezuwächse.

Angesichts der Tatsache, dass Lech pro Winter zwei bis drei Mal von der Umwelt abgeschnitten ist, sprach Bürgermeister Ludwig Muxel von einer „normalen Situation“. Obwohl ein Ende der Straßensperre am Vormittag noch nicht absehbar war, zeigte sich Muxel auf Grund der Wetterprognose zuversichtlich, dass die Anreise zum 10. Europa-Forum (11. bis 12. März) plangemäß am Freitag stattfinden kann. Zum jährlichen Gedankenaustausch im Arlberger Nobelskiort wird auf Einladung von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) unter anderen EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso erwartet.

„Sobald das Wetter aufklart, sprengen wir die Lawinen herunter“, skizzierte Muxel das weitere Vorgehen. Nach dem Wegfräsen der gesprengten Schneemassen von der Straße kann die Verbindung für den Verkehr frei gegeben werden. Auch die Arlbergbahn-Strecke musste wegen Lawinengefahr gesperrt werden, ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

Wie in Vorarlberg galt auch in Tirol und Salzburg zunächst in weiten Teilen große Lawinengefahr (Stufe 4 der fünfteiligen Skala). Viele Seitentäler in den Tiroler Bezirken Landeck und Reutte waren ebenso wie die Bahnverbindungen Landeck/Bludenz, Scharnitz/Mittenwald und Reutte/Ehrwald gesperrt. Die Experten des Lawinenwarndienstes erwarteten spontane Abgänge auch größeren Ausmaßes speziell in der Silvretta-Samnaun und den Stubaier und Ötztaler Alpen. In Salzburg musste unterhalb von 1.200 Metern Seehöhe mit zahlreichen mittleren und einigen großen spontanen Abgängen von Nassschneelawinen gerechnet werden. Auch in Hochlagen sind spontan einzelne größere Lawinen möglich.

In Wien stand der städtische Winterdienst mit 374 Fahrzeugen – 82 Großräumfahrzeuge und 150 Kleinfahrzeuge der MA 48 sowie 140 Fahrzeuge privater Partner – und 1.000 Mitarbeiter standen im Einsatz. In Niederösterreich wurde wegen Schneeglätte auf mehreren Verbindungen Kettenpflicht für Lkw verhängt. Nach Angaben des Landespressedienstes waren zehn (Mostviertel) bis 15 Zentimeter (Waldviertel) Schnee gefallen.

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