Skinhead sorgte für Unruhe

Lustenau - Wegen Körperverletzung und Widerstands gegen die Staatsgewalt hat die Polizei in Lustenau am Samstagabend zwei Skinheads vorläufig festgenommen. kriminalität2006

18-jähriger Neonazi attackiert Fans und Polizisten Lustenau (VN-kt) Die Spirale der Neonazi-Gewalt in Vorarlberg geht auch im neuen Jahr weiter. Beim Eishockey-Spiel des EHC Lustenau am Samstag gegen den EV Zeltweg attackierte ein 18-jähriger Skinhead im stark betrunkenen Zustand drei Fans der gegnerischen Mannschaft.

“Der Mann wurde daraufhin von der Security der Halle verwiesen”, hieß es von Seiten der Polizei Lustenau. Damit waren der Skin und seine amtsbekannten Begleiter jedoch alles andere als einverstanden, schließlich musste die Polizei gerufen werden. Der 18-Jährigen attackierte einen der Beamten, auch ein weiterer Skinheads mischte sich ein. Für beide endete der Abend mit der vorläufigen Verhaftung und einer Anzeige wegen Körperverletzung und Widerstands.

Neue Art der Gewalt

Dass die etwa 150 Skinheads in Vorarlberg immer wieder Polizei und Gerichte beschäftigen, will man nicht länger hinnehmen. “Es handelt sich seit dem vergangenen Herbst um eine neue Qualität der Gewalt. Neu ist vor allem, dass die Neonazis auch Polizisten angreifen, das gab es vorher nicht. Die Skinheads sind den Beamten zuvor immer aus dem Weg gegangen”, so Sicherheitsdirektor Elmar Marent.

Randale bei Clubbing

In Langen musste die Polizei im Dezember sogar zum Pfefferspray greifen, um gewalttätige Skins in den Griff zu bekommen, sie hatten bei einem Jugend-Clubbing randaliert. Im August schlugen zwei amtsbekannte Skinheads einen 20-jährigen Lindauer ins Koma, das Opfer hat schwere Schädel-Hirn-Schädigungen erlitten. In beiden Fällen stehen diese Woche die Prozesse bevor, die “VN” berichten über den Ausgang der Gerichtsverhandlungen.

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