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Skilehrerverband im Konflikt mit GKK

Bregenz - Seit rund drei Jahren gibt es zwischen dem Vorarlberger Skilehrerverband und der Vorarlberger Gebietskrankenkasse in Dornbirn unterschiedliche Ansichten über die Anstellung von Skischullehrern. Aus diesem Grund wurde am Donnerstagvormittag eine Pressekonferenz im Hotel Schwärzler in Bregenz abgehalten.
Pressekonferenz in Bregenz
"Nicht akzeptierbar!"

Die Vorarlberger Gebietskrankenkasse hat entschieden, dass Skilehrer in Vorarlberg ab sofort nicht mehr als Gesellschafter arbeiten dürfen, sondern von den einzelnen Skischulen als Arbeitnehmer angestellt und somit pflichtversichert werden müssen. Der Vorarlberger Skilehrerverband wehrt sich hier seit einigen Jahren vehement dagegen, da Vorarlberg in Österreich eine Ausnahme bildet, was das Skischulwesen anbelangt. Die Skischulen unterstehen nicht dem Bund, sondern den einzelnen Bundesländern. Seit 1936 haben sich in Vorarlberg selbständige Skilehrer/innen zu Gesellschaften zusammengeschlossen. Dieses System hat im Ländle seit nunmehr 74 Jahren Bestand und hat bis dato bestens funktioniert. Bis am 9.9.2010 eine Medieninformation der Vorarlberger Gebietskrankenkasse erschien, in der Skilehrer als Dienstnehmer deklariert wurden. Sollte es dazu kommen, würden die Vorarlberger Skilehrer ihre Selbständigkeit verlieren.

Vorarlberg ist anders

Dieses Schreiben der GKK ließ die Wogen hoch gehen. Der Vorarlberger Skilehrerverband bezeichnet die GKK mittlerweile als „Zweigstelle Dornbirn des Wiener Sozial- und Gesundheitsministeriums“ und ist der Ansicht, dass die GKK das „Vorarlberg“ aus ihrem Namen streichen sollte. „Wir verstehen nicht, warum man ein System kippen will, das knapp 75 Jahre lang bestens funktioniert hat und wir vor einer Situation stehen, die so nicht tragbar ist“, so Erich Melmer, Obmann des Skilehrerverbands in Vorarlberg. Der Verband erhält bereits Unterstützung aus der Vorarlberger Landespolitik, der Wirtschaft, der Hotelerie und seitens der Gemeinden.

Der Vorarlberger Skilehrerverband wird sich in nächster Instanz an Landeshauptmann Herbert Sausgruber wenden und rechtliche Schritte gegen den Beschluss der Gebietskrankenkasse setzen. Von den Änderungen wären in Vorarlberg insgesamt 2136 Skilehrer betroffen. Bereits 1100 Unterschriften von Schneesportlehrern gingen gegen das Vorhaben der GKK beim Verband ein.

Interview mit Erich Melmer, Obmann des Skilehrerverbands

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