Skaten mit alten Freunden: "Tony Hawks"-Remaster im Test

©Ländle Gamer
Daran hatte keiner geglaubt: Das Update der kultigen Skater-Games „Tony Hawk‘s Pro Skater 1+2“ rockt!

(PS4, XB1 & PC) Wer das Remake der beiden Games einlegt, erlebt eine angenehme Begegnung wie mit einem lieben Freund aus Jugendtagen: Der Funke springt sofort über, als wäre kein Tag vergangen, der lang vermisste Charme ist unverkennbar noch da und im Alter sieht alles sogar noch besser aus.

Nach dem desaströsen Teil 5 hatte niemand mehr mit einer Wiederbelebung der Serie gerechnet. Doch nun kehrt der „Birdman“ zu seinen Wurzeln von vor 20 Jahren zurück und Activision gelingt mit „Tony Hawk‘s Pro Skater 1+2“ das Unmögliche: Die vielleicht beliebtesten Skater-Games aller Zeiten auf eine Art neu aufzulegen, dass sie heute fast noch besser sind als in der Erinnerung.

Im Rahmen des Remakes wurde freilich die Grafik beider betagter Titel zeitgemäß in der Unreal Engine aufgebrezelt – mit ein paar netten zusätzlichen Details. Die altbekannte Lagerhalle wird beispielsweise mit neuen Game-Postern dekoriert. Beim Gameplay geht man keine Risiken ein: Das wird im Wesentlichen übernommen und die präzise, griffige Steuerung vom Original optimal auf die neuen Controller übersetzt. Einige wenige Tunings sorgen für mehr Spaß – z.B. die Einführung des Spine Transfers, wodurch längere Kombos möglich werden. Kurz gesagt: Fühlt sich wie früher an, macht aber fast noch süchtiger – so muss Remaster!

Wie schon in den Originalen geht es darum, innerhalb eines Zeitlimits von zwei Minuten in den 17 unterschiedlichen Skate-Arealen der beiden Titel jede Menge Tricks mit dem Board zu zeigen. Bekanntermaßen reicht die Vielfalt der Szenarien von einer Lagerhalle und eine Schule über zahlreiche internationale Skateparks bis hin zu „Roswell“ und dem Himmel. In jedem Level müssen verschiedenen Missionsziele erreicht werden um weiterzukommen: Highscore knacken, Gegenstände sammeln/zerstören, extra-spektakuläre Moves, etc. Secrets gibt‘s freilich auch zur Genüge. Allerdings hat man nach gut fünf Stunden fast alles gesehen. Damit es für Skate-Begeisterte auch länger genug zu tun gibt, wurde ein Challenge-System mit viel Freischaltbarem eingebaut. Diese Challenges sind teilweise auch spezifisch für einzelne Spielfigur festgelegt.

Apropos Spielfigur: Auszuwählen gibt es die aus den Originalen bekannten (und optisch gealterten) Board-Legenden wie Tony Hawk oder Bob Burnquist, Neuzugänge wie Leo Baker und Leticia Bufoni oder freischaltbare Geheimfiguren wie Jack Black („Officer Dick“). Diese können sozusagen über beide Spiele hinweg „aufgelevelt“ werden. Wer will, kann sich auch eine ganz eigene Figur zusammenbasteln. Wer eigene Level erstellen möchte, darf sich mittels intuitiven Skate-Park-Editor austoben. Weiters beinhaltet das Doppel-Remake auch einen lokalen Split-Screen-Modus und die Möglichkeit, sich online mit anderen im Trick-Duell zu messen.

Fazit: „Tony Hawk‘s Pro Skater 1+2“ liefert das perfekte Remake. Mit viel Liebe und behutsamer technischer Frischzellenkur wurde hier eine Neuauflage geschaffen, die sogar dem nostalgisch getrübten Rückblick gerecht wird. Das neue Game fühlt sich an wie früher, wirkt aber trotzdem modern. Alle Senior-GamerInnen dürfen bedenkenlos zugreifen, alle Junioren kriegen hier eine spaßige Nachhilfestunde in Game-Geschichte.

(Red.)

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