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Skandal-Urteil

FPÖ-Klubobmann Siegfried Neyer betrachtet das milde Urteil für einen 31-jährigen Mann als skandalös. [14.12.99]

Eine heftige Debate hat das nicht rechtskräftige
Urteil gegen einen 31-jährigen Türken ausgelöst, der den vierjährigen Buben
seiner Lebensgefährtin aufs brutalste gequält und mißhandelt haben soll.

Der Türke wurde am Montag zu 15 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, fünf
Monate unbedingt. Sowohl der Klubobmann der FPÖ, Siegi Neyer, als auch der
ÖVP-Klubobmann Gebhard Halder kritisierten am Dienstag das nach ihren Angaben
zu milde Urteil kräftig.

Unabhängig voneinander fordern beide Politiker ein stark erhöhtes Strafmaß
für derartige Verbrechen. Die Volkspartei und die Freiheitlichen fordern in
diesem Zusammenhang auch, den türkischen Täter aus Österreich auszuweisen.

“Für derartige Perverslinge darf es in Österreich kein Gastrecht geben”, so
Neyer. Halder steht dem um nichts zurück: “Für so einen Menschen darf es in
unserer Gesellschaft keinen Platz geben.”

Die Staatsanwaltschaft hat ebenfalls reagiert. Sie legt Berufung wegen zu
geringer Strafe beim Oberlandesgericht Innsbruck ein. Somit bleibt die
Entscheidung über die Dauer des Gefängnisaufenthalts des mutmaßlichen
Kinderquälers noch offen.

Von Toni Meznar

(Bild: VN)

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