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SINN LOS

Ulrich Gabriel
Ulrich Gabriel

„Es ist an der Zeit, den Schnee zu loben“, flüsterte die neunjährige Glumdalclitch aus Brobdingnag 1) und hielt ihre kleine Hand auf, um ein paar Schneeflocken darauf landen zu lassen. Sie stand ungetestet mitten auf der verschneiten Zanzenbergwiese, die im Februar zum Landeplatz des Raumkreuzers Caliban wird. Grad hatte der Raumkreuzer viele Rucksäcke Trockenfutter abgeworfen. Die Bäume erwiesen ihr ganz in Weiss mit keinem Blumenstrauß Referenz. Jonathan kam im Schnee. Roy Black kam nicht. Im Fernseher kamen alte Oberarme mit Spritzen und Schulkinder, die statt lernen nasenbohren mussten. So lautete der Befehl des Regimes. Jonathan schrieb in den Schnee: „Ein Elefant wird allezeit kleiner gezeichnet als in natura, eine Mücke stets größer.“1)

„Am Bodasee stoht ungeniert a Reh“, morste AG 2). Im Schnee steckt See und Tee, dachte J.: „Vielleicht hat alles, was zwei e hat, Bedächtiges, Langsames und Weites in sich, Ruhiges, unendlich Ruhiges. Wie der Tod“, dachte J., dann öffnete er seinen Rucksack, aß einen ungeimpften getrockneten Virologen mit Lustenauer Senf und dachte kauend weiter: „Schnee ist ja kalt wie der Tod. Der Erfrierungstod ist langsam, er ergreift dich im Schlaf. Schnee, der weiße Schlaf. Lee.“ Scott und Amundsen fielen ihm ein und Ant & Arkt, die weißen Pole der Erde; oben und unten Schnee. Dazwischen spielt sich das ganze Riesentheater ab, das der Volk wahr nimmt. Er sagte nicht mein Volk sondern der Volk, denn er zählte sich nicht mehr dazu. Jonathan war grad erst gestorben, am 19. Oktober in Dublin, 17451): Nicht an, nicht mit und ohne Zusammenhang. 3)

„Der hat den II. Weltkrieg nicht miterleben müssen und auch nicht diese Pandemie der Virologen“, flüsterte die neunjährige Glumdalclitch aus Brobdingnag ungetestet. Die globale Großveranstaltung „Plandemie der Virologen“ war indessen endgültig abgesagt worden. Deshalb hatte der Raumkreuzer Caliban Notvorräte mit getrockneten Virologen in Rucksäcken abgeladen.

Dann kam Ché und brunzte in den Schnee. Dann kam Andreas Hofer und brunzte in den Schnee. „Ein treffliches Wort, brunzen“, dachte Maree d’Or3). „Gute Idee“, dachte Dorothee Oberlinger, eine deutsche Blockflötistin, während sie 12 Fantasias von Telemann spielte. Ché und Hofer hinterließen im Schnee einen gelben Punkt. He he! Da wuchs im April vierblättriger Klee. Olé. Der lieferte Glücksgefühle und ein Kanapee inmitten der Zanzenberg Allee. Die neunjährige Glumdalclitch aus Brobdingnag verwandelte sich in den Frühling von Toboso. Olé, Kyriee. Es erschien Dulcinée und setzte sich aufs Kanapee im Schnee. Noch vor dem Frühling kam Don Quixote5) auf seiner Rosinante vom Frisör und vertrieb die letzten Virologen. Santé! Masken adé! Mit seiner großen Lanze schrieb er in den Schnee: „Die Freiheit, Dulcinée, ist eine der köstlichsten Gaben, die der Himmel dem Menschen verliehen; mit ihr können sich nicht die Schätze vergleichen, welche die Erde in sich schließt noch die das Meer bedeckt.“ 5) Hoch Tirol!

  • 1) Jonathan Swift: Gullivers Reisen, Buch II, London, 1726
  • 2) AG: Amann Gerold, Komponist, Schlins
  • 3) Umkehrung der Totenformel der Mainstream-Medien (Kijimea-Journalismus)
  • 4) Forsythia Marée d'Or: Zwerg-Goldglöckchen
  • 5) Miguel de Cervantes: Don Qixote, Madrid, 1615.
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