Sind Träume wirklich Schäume?

Schluss mit schlechten Träumen – ein Traumfänger schafft Abhilfe.
Schluss mit schlechten Träumen – ein Traumfänger schafft Abhilfe. ©Emir T. Uysal
Mysteriöse Traumfänger zu Hause nachbasteln.
Traumfänger basteln

Feldkirch. (etu) Hin und wieder wacht man schweißgebadet auf, die Panik ist einem förmlich ins Gesicht geschrieben und das Kuscheltier neben einem muss zur Beruhigung herhalten. Solche Albträume sollen doch nichts heißen, oder? Man träumt schließlich auch von übernatürlichen Kräften, wie dem Fliegen ohne Flügel, Supermuskeln oder dem Atmen unter Wasser.
Seit Jahrhunderten forschen Wissenschafter nach Ursachen von Träumen. Das erste Traumtagebuch wurde 1300 vor Christus geschrieben, es enthielt rund 200 Deutungen. Dort wurde spekuliert, dass Träume Götterbotschaften seien. Seither spalten sich die Meinungen. Gerade in den Religionen wurden unterschiedlichste Theorien aufgestellt. Während es im Christentum ein Zeichen von Gott war, sahen die Buddhisten Träume als den wahren Charakter des Menschen. Im Islam bezeichnete man den Traum als Beschäftigung der Seele.

Albträume abfgangen
Alles Aberglaube? Nicht für jeden. Viele Völker sind von den Bedeutungen eines Traumes überzeugt, darunter auch die Indianer. Sie haben Traumfänger als Kultobjekt erschaffen, um den Schlaf zu verbessern. Die Bezeichnung „bawaajige nagwaagan“ bedeutet so viel wie „Traumfalle“.Es wird angenommen, dass die guten Träume durch das Netz gehen, die schlechten hingegen im Netz hängenbleiben und später durch die Morgensonne neutralisiert werden.
Der klassische Traumfänger besteht meistens aus einem hölzernen, kreisrunden Reifen aus Weide, in den ein Geflecht eingearbeitet ist. Dieses besteht aus Sehnenfäden und wird mit Materialien wie Leder, Perlen und Federn verziert. Kinderreporter Max zeigt dir heute, wie du selbst einen Traumfänger bastelst. Dieser wird dann (laut den Indianern) über deinem Ruheort, also dein Bett, aufgehängt. Die mittlere Öffnung soll als Kanal für die guten Träume dienen.

Und so geht’s:
Zunächst nimmst du den ersten Metallring und die Wolle und knotest das Ende des Wollfadens am Ring fest. Umwickle nun den Ring mit der Wolle so lange, bis der Ring nicht mehr zu sehen ist. Zum Schluss knotest du den Faden am Ring fest.
Nun kannst du Garn nehmen und dessen Ende am Ring festknoten. Schlinge das Garn immer im gleichen Abstand um den Ring herum. Im Inneren des Rings spannt sich dabei, immer von einem Umwicklungspunkt zum anderen, der Garnfaden auf. Umwickle nun jeweils in der Mitte die eben entstandenen Abschnitte im Inneren des Rings.
Jetzt kannst du die nächsten Runden schlingen, wiederum um die neu entstandenen Garnabschnitte – jeweils in der Mitte.  Auf diese Weise sollte ein Netz entstehen. Jetzt machst du damit weiter, bis du in der Mitte des Netzes angelangt bist. Vergiss nicht, die Perlen auf das Garn aufzufädeln.
Knote zum Schluss weitere Garnfäden oder Stofffetzen am unteren Teil des Rings fest. Jetzt kannst du wahlweise Federn oder weitere Perlen an deinem Traumfänger befestigen.
Zum Schluss brauchst du noch einen Faden, mit dem du den Traumfänger über dem Bett aufhängen kannst. Nimm dafür am besten einen Wollfaden. Lege die Mitte des Fadens einmal um das obere Ende des Rings und mache dann einfach einen Knoten. Fertig!

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Feldkirch
  • Sind Träume wirklich Schäume?
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen