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Simbabwe: Mugabe schmiert Geistliche

Der offen regimekritische katholische Erzbischof von Bulawayo, Pius Ncube, hat Simbabwes Staatschef Mugabe beschuldigt, Geistliche zu bestechen, damit sie zu den schweren Menschenrechtsverletzungen schweigen.

Bischöfe und Geistliche unterschiedlicher Konfession würden zur Unterstützung des Mugabe-Regimes verleitet. Vielen seien Farmen angeboten worden, von denen die weißen Besitzer vertrieben wurden, so Ncube laut Kathpress-Meldung im Gespräch mit der ökumenischen Nachrichtenagentur ENI.

Auch ihm habe man ein Landgut angeboten, berichtete der Erzbischof. Mugabe, der seit 1980 in dem früheren Rhodesien an der Macht ist, wolle einen Keil zwischen die Geistlichen treiben. Von den acht katholischen Bischöfen des Landes seien vier für und vier gegen Mugabe. Ähnliches treffe auf die Anglikaner zu.

Die bevorstehenden Wahlen am 31. März seien schon jetzt manipuliert, so Ncube. Die Einschüchterung geschehe nicht offen, sondern meist im privaten Rahmen. Unschwer sei vorauszusagen, dass Mugabes Partei ZANU-PF komfortabel siegen werde. Bei freien Wahlen bekäme sie nicht mehr als 30 Prozent, meinte Ncube.

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