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Silvretta Nova: "Verstehe die Ungeduld"

Bregenz - "Ich empfinde viel Verständnis dafür, dass die 800 Mitarbeiter der Silvretta Nova langsam ungeduldig werden, endlich Informationen über den künftigen Kurs der Unternehmensgruppe unter Regie der BTV zu erhalten."

Andererseits wurde von den Vertragspartnern Verschwiegenheit bis zum 11. September vereinbart – sich an diese zu halten, ist für Seriosität und Solidität eines derart wichtigen Vertragswerks aber in gleichem Maß unverzichtbar.“

Das erklärte Konsul DI Paul Senger-Weiss, der gemeinsam mit dem Hohenemser Industriellen DI Johannes Collini gewissermaßen den Vorarlberg-Part im Aufsichtsrat der Bank für Tirol und Vorarlberg AG bestreitet, auf unsere Frage, wie lang das Kontrollorgan der Bank noch zur Tatsache zu schweigen gedenkt, dass der BTV-Vorstand vorübergehend nicht einmal für Vertragspartner Walter Klaus erreichbar ist. Der Seniorchef des logistischen Global Players Gebrüder Weiss konzedierte im Gespräch mit uns, dass „zwangsläufig ein Spalt aufklafft, wenn berechtigtes Informationsinteresse und der Zwang zu vereinbarter Verschwiegenheit so aufeinanderprallen. Ich schätze aber den Vorarlberger Peter Gaugg seit vielen Jahren als Vorstand mit Handschlagqualität, es spricht nur für ihn, jetzt nicht dem Druck von mehrfacher Seite nachzugeben und quasi tröpferlweise mit irgendwelchen Teil-Infos hinauszugehen“ (Senger-Weiss). Der Stichtag 11. September sei „sicher nicht fixiert worden, um Silvretta Nova-Belegschaften möglichst lang im Ungewissen zu lassen“, sondern habe offenbar jene Fristenläufe als Hintergrund, ohne die eine ordentliche Silvretta Nova-Hauptversammlung nun einmal nicht stattfinden kann.

Auf unsere Frage, von welchen BTV-Gremien sich Gaugg sein Übernahmeangebot für den 87,6 Prozent-Anteil des Walter Klaus absegnen ließ bzw. ob es dafür einen formellen oder z. B. nur Umlaufbeschluss des BTV-Aufsichtsrates gibt, berief sich Senger-Weiss seinerseits auf die Verschwiegenheitspflicht. „Ich sichere Ihnen jedoch zu, dass all das rechtlich wasserdicht gelaufen ist, dass der Vertrag auch Rechtskraft besitzt, vor allem dass der BTV-Vorstand am 11. September mit einer Botschaft an die Öffentlichkeit gehen wird, welche die Zustimmung nicht nur der Silvretta Nova-Betroffenen, sondern hoffentlich der gesamten Talschaft finden sollte“, bat Senger-Weiss um Verständnis, dass auch er (noch) nicht „Tacheles reden“ kann. Schließlich habe die Bank am Beispiel eines großen Skigebietes in Mayrhofen bewiesen, dass „selbst in schwierigstem Umfeld Projekte erfolgreich umsetzbar sind, wenn ohne zeitlichen und öffentlichen Druck und in jeder Hinsicht professionell agiert wird“.

Indirekt deutete Senger-Weiss an, dass ihm (als Vorarlberger generell wie als ehemaligem Liegenschaftsbesitzer im Montafon) die BTV-Lösung deutlich besser behagt als die anfangs ins Auge gefasste Variante (mit zwei bisherigen Silvretta Nova-Minderheitseignern als Übernehmer der Walter Klaus-Mehrheit). Er, so Paul Senger-Weiss, habe sich von Beginn an gefragt, woher besagtes Bieterkonsortium so viele Millionen in die Hand hätte nehmen können. Bei der BTV stelle sich diese Frage nicht, nicht zuletzt deshalb nicht, weil Gaugg und Vorstandskollege Matthias Moncher „seit Jahren einen hochprofessionellen, hochkorrekten Job machen. Und in diesem Stil werden sie auch die Causa Silvretta Nova abwickeln“, gab’s abschließendes Lob vom Vorarlberger Kontrollorgan.

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