Silvretta Montafon: Hoblik geht, Marko übernimmt

Hoblik wird auf jeden Fall weiter im Montafon aktiv sein, wie Aufsichtsratsvorsitzender, BTV-Vorstandsvorsitzender Peter Gaugg, präzisiert.
Hoblik wird auf jeden Fall weiter im Montafon aktiv sein, wie Aufsichtsratsvorsitzender, BTV-Vorstandsvorsitzender Peter Gaugg, präzisiert. ©VN/Bernd Hofmeister
Wachablöse im größten Skigebiet Vorarlbergs: Peter Marko übernimmt das Steuer.

Im Vorstand sei schon länger klar gewesen, dass Peter Marko ab Ende September die Vorstandsagenden im Skigebiet Silvretta Montafon übernimmt, die Mitarbeiter haben es Mittwochnachmittag um 17 Uhr erfahren. Georg Hoblik (46), der seit 2008 für den Betrieb bei der Silvretta Montafon, dem größten Skigebiet des Landes zuständig war, übergibt die Stafette an seinen bisherigen Vorstandskollegen Peter Marko (51).

Sicher ist, dass in den vergangenen sechs Jahren unter Hoblik im früheren Reich von Walter Klaus viel passiert ist. Lifte wurden erneuert, das Hotel Silvretta Monatafon saniert, eine Verbindung zum Hochjoch hergestellt. Es gab aber auch Konflikte, Streit gab es über die Verteilung der Montafoncard-Gelder, der fast zu einem Aus für die gemeinsame Talschaftsskikarte führte, auch der Stil der von Eigentümer BTV (Bank für Tirol und Vorarlberg) eingesetzten Führung ist manchem Montafoner Touristiker aufgestoßen. Nun übernimmt Peter Marko (51), der, so Hoblik gegenüber den VN, “im Rahmen einer geordneten Übergabe” die vergangenen Monate das Unternehmen Schritt für Schritt kennengelernt habe. Marko war vor seinem Engagement in St. Gallenkirch Geschäftsführer des Tourismusverbandes Kitzbühel, im vergangenen Jahr war er für Vertrieb und Marketing, die Gastronomie und den Kundenservice zuständig, Der Vertrag mit Hoblik, der die Bereiche Destinationsentwicklung, Personal, Finanzen und Technik verantwortete, dauert bis Ende September, es sei klar, dass man dann darüber nachdenke, wie es weitergeht.

Hoblik wird auf jeden Fall weiter im Montafon aktiv sein, wie Aufsichtsratsvorsitzender, BTV-Vorstandsvorsitzender Peter Gaugg, präzisiert. “Georg Hoblik wird sich um die touristische Infrastruktur an allen Silvretta Montafon-Standorten, zum Beispiel dem Gelände des Josefsheims in Schruns, kümmern. Er komme aus dem Bereich Immobilienentwicklung und werde Impulse setzen, ist Gaugg sicher. Wie es aussieht, wird Hoblik in Zukunft wieder dem Aufsichtsrat der Skilift-Gesellschaft angehören – in der Aufsichtsratssitzung Anfang Juli wird darüber entschieden.

Dort wird auch das letzte Seilbahnprojekt der Ära Hoblik abgesegnet: Die Panoramaseilbahn Kreuzjoch, “Details dazu werden wir nach der Aufsichtsratssitzung präsentieren können”, so Hoblik.

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