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Sie vertraten Vorarlberger Interessen im Parlament

In der Ersten und Zweiten Republik hatten zahlreiche Vorarlberger wichtige Funktionen.
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Zahlreiche Vorarlberger Politikerinnen und Politiker haben sich auf Bundesebene in Wien für Vorarlberger Interessen eingesetzt. Schon während der sezessionistischen Bewegung in Vorarlberg war der in Andelsbuch geborene christlichsoziale Landwirt Jodok Fink von März 1919 bis Juli 1920 als Vizekanzler der großkoalitionären Staatsregierung Renner in Wien. Im Jahre 1918 war der ebenfalls Christlichsoziale Otto Ender, der in Altach geboren wurde, zum Landeshauptmann gewählt worden und blieb dies vorerst bis 1930. Danach wurde er Bundesminister für Verfassung und Reform. In den Jahren 1930/31 hatte er etwa ein halbes Jahr lang das Amt des Bundeskanzlers inne. Er war der bisher einzige aus Vorarlberg stammende Bundeskanzler. 1923 bis 1926 war der in Höchst geborene Realschulprofessor Emil Schneider erster Unterrichtsminister der Republik. Als Finanzminister wurde 1929 Johann Mittelberger berufen, ein gebürtiger Götzner. Der erste Bundesminister aus Vorarlberg in der Zweiten Republik war der in Lauterach geborene Ernst Kolb (ÖVP). Er war von 1948 bis 1952 Minister für Handel und Wiederaufbau und von 1952 bis 1954 Unterrichtsminister. Kolb war maßgeblich am Wiederaufbau der Wiener Staatsoper beteiligt.

Minister und Bundesratspräsident

Bundesrat Jürgen Weiss (ÖVP) war in den Jahren 1991 bis 1994 Bundesminister für Föderalismus und Verwaltungsreform. Vom 17. November 1994 bis 29. November 1994 war er auch Landwirtschaftsminister – mit der bisher kürzesten Amtszeit. Weiss kehrte 1994 in die Länderkammer zurück und wurde deren Ständiger Vizepräsident. Er hatte auch – wie andere Vorarlberger – mehrfach das Amt des Präsidenten inne. Elisabeth Gehrer (ÖVP) war zwischen 1995 und 2007 Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur. U. a. setzte sie sich besonders für den Ausbau der Fachhochschulen ein. Der Frastanzer Hubert Gorbach (FPÖ, später BZÖ) fungierte von 2003 bis 2007 als Vizekanzler der Republik Österreich und Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie. In Hohenems wurde der Unternehmer Hans Jörg Schelling (eigentlich Johann Georg Schelling) geboren. Er war von 2014 bis 2017 ÖVP-Bundesminister für Finanzen.

Mehrere Staatssekretäre

Vorarlberg war in Wien auch durch einige Staatssekretäre vertreten. So durch Guido Schmidt aus Bludenz (1936 bis 1938) im Außenministerium. Weiters Ernst Winsauer (ÖVP, 1945 Unterstaatssekretär für Volksernährung), Franz Grubhofer (ÖVP, 1956 bis 1961 Staatssekretär im Innenministerium), Carl Bobleter (ÖVP, 1964 bis 1968 Staatssekretär im Außenministerium) und Hans Bürkle (ÖVP, 1968 bis 1970 Staatssekretär im Sozialministerium). Obmann eines Parlamentsklubs war von 1920 bis 1929 Jodok Fink, von 2008 bis 2013 war es Karlheinz Kopf (ÖVP), der dann bis 2017 Zweiter Präsident des Nationalrates wurde. Die Funktion als Stellvertretender Klubobmann bekleideten Gottfried Feurstein, Pius Fink und Ewald Stadler. Im Folgenden sind die Vorarlberger Abgeordneten zum Nationalrat und die Mitglieder des Bundesrates jeweils auszugsweise angeführt.

Die Nationalräte

Wolfgang Blenk (ÖVP) 1970 bis 1990, Herbert Bösch (SPÖ) 1994 bis 1995, Reinhard Eugen Bösch (FPÖ), 1999 bis 2008 und seit 2013, Günter Dietrich (SPÖ) 1983 bis 1994, Reinhold Einwallner (SPÖ) seit 2017, Gottfried Feurstein (ÖVP) 1975 bis 2002, Jodok Fink (Christlichsoziale) 1920 bis 1929, Pius Fink (ÖVP) 1945 bis 1970, Anna Franz (ÖVP) 2002 bis 2013, Franz Grubhofer (ÖVP) 1945 bis 1962, Christoph Hagen (FPÖ, BZÖ, Team Stronach) 2008 bis 2017, Ludwig Hagspiel (ÖVP) 1970 bis 1983, Rudolf Hämmerle (ÖVP) 1962 bis 1970, Ernst Haselwanter (SPÖ) 1959 bis 1965, Roman Heinz (SPÖ) 1965 bis 1983, Maria Hosp (ÖVP) 1983 bis 1986, Franz Katzengruber (SPÖ) 1953 bis 1966, Ernst Kolb (ÖVP) 1945 bis 1949, Karlheinz Kopf (ÖVP) seit 1994, Manfred Lackner (SPÖ) 1996 bis 2006, Herbert Lins (ÖVP) 1953 bis 1962, Gerald Loacker (NEOS) seit 2013, Sabine Mandak (Grüne) 2002 bis 2008, Elisabeth Märk (SPÖ) 1995 bis 1996, Elmar Mayer (SPÖ) 2006 bis 2017, Johann Georg Schelling (ÖVP) 2007 bis 2008, Irinia Schoettel-Delacher (FPÖ) 1999 bis 2002, Erich Schwärzler (ÖVP) 1988 bis 1993, Ewald Stadler (FPÖ, BZÖ) 1999 bis 2011, Herbert Stohs (ÖVP) 1962 bis 1975, Bernhard Themessl (FPÖ) 2006 bis 2017, Leonhard Treichl (SPÖ) 1971 bis 1983), Anton Türtscher (ÖVP) 1983 bis 1986, Harald Walser (Grüne) 2008 bis 2017, Werner Winsauer (ÖVP) 1986 bis 1988.

Die Bundesräte

Herbert Bösch (SPÖ) 1989 bis 1994, Reinhard Eugen Bösch (FPÖ) 1994 bis 1999, Walter Bösch (SPÖ) 1974 bis 1989, Magnus Brunner (ÖVP) seit 2009, Hans Bürkle (ÖVP) 1959 bis 1979, Reinhold Einwallner (SPÖ) 2004 bis 2009, Otto Ender (Christlichsoziale) 1920 bis 1934, Martina Ess (ÖVP) seit 2018, Wilhelm Gantner (ÖVP) 1992 bis 1994, Ilse Giesinger (ÖVP) 1991 bis 2004, Christoph Hagen (FPÖ) 1999 bis 2004, Ulrich Ilg (Christlichsoziale) 1934, Ernst Kolb (ÖVP) 1949 bis 1959, Eugen Leissing (ÖVP) 1945 bis 1949, Georg Ludescher (ÖVP) 1982 bis 1992, Edgar Mayer (ÖVP) 2004 bis 2018, Anton Mayrhauser (SPÖ) 1954 bis 1969, Cornelia Michalke (FPÖ) 2009 bis 2014, Hans Pitschmann (ÖVP) 1962 bis 1981, Ferdinand Ulmer (Wahlpartei der Unabhängigen) 1949 bis 1954, Adolf Vögel (ÖVP) 1947 bis 1962, Jürgen Weiss (ÖVP) 1979 bis 1991 und 1994 bis 2009, Ernst Winsauer (ÖVP) 1945 bis 1946.

Am 3. November 1918 bildete sich in Bregenz die Provisorische Landesversammlung und beschloss: Vorarlberg ist ein eigenes selbstständiges Land im Rahmen des deutschösterreichischen Staates.

ERNEST ENZELSBERGER ernest.enzelsberger@vn.at 05572 501-219

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