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"Sie sind die Gesichter der Integration"

Die START-Stipendiaten informierten interessierte Schüler über die Bildungsinitiative.
Die START-Stipendiaten informierten interessierte Schüler über die Bildungsinitiative. ©Laurence Feider
START Vorarlberg Präsentation

Das START-Vorarlberg-Schülerstipendium wurde im Dornbirner Rathaus vorgestellt.

Dornbirn. Als “Leuchttürme die der Integration in Vorarlberg ein Gesicht geben” bezeichnete START-Vorarlberg Projektkoordinatorin Margit Kanter die Jugendlichen mit Migrationshintergrund die auf ihrem Weg zur Matura von der START-Initiative unterstützt werden. Derzeit sind es in Vorarlberg 10 Mädchen und 10 Buben aus 7 Herkunftsländern die die Vorteile eines START-Stipendiums genießen. 10 neue Stipendiaten werden noch heuer aufgenommen, die Bewerbung läuft ab sofort und noch bis 4. Mai 2011. Wer für eine der begehrten Förderungen ausgewählt wird, erhält über drei Jahre monatlich 100 Euro Bildungsgeld sowie einen Laptop mit Internetzugang und Drucker. Die finanziellen Fördermittel können die Stipendiaten für alles ausgeben, was mit Bildung zu tun hat – über Bücher und Weiterbildungskurse bis zu Sprachreisen. Außerdem können die Jugendlichen an Diskussionsveranstaltungen, Exkursionen in Unternehmen und Universitäten, Besuchen von Kulturveranstaltungen sowie Bildungsseminaren teilnehmen. Bewerben kann sich jeder Jugendliche mit Migrationshintergrund, solange die Muttersprache mindestens eines Elternteils nicht Deutsch ist.

“Schüler von AHS und BHS sollten sich mindestens zwei, idealerweise drei Jahre vor der Matura an uns wenden”, so Margit Kanter. Um in das START-Programm aufgenommen zu werden, sind neben guten schulischen Leistungen mit einem Notendurchschnitt bis 2,5 vor allem Persönlichkeit, soziale Kompetenzen und gesellschaftliches Engagement entscheidend. Finanziert wird die Initiative von Firmen, Institutionen und Privaten die die Patenschaft für jeweils einen Schüler übernehmen. Bisher haben drei Paten, darunter die Stadt Dornbirn, für die neue START-Generation zugesagt, sieben weitere werden noch dringend gesucht.

Um ihrem Engagement für eine gelungene Integration der derzeit 6.569 ausländischen Bewohnern Ausdruck zu verleihen, hatte die Stadt Dornbirn derzeitige und zukünftige Stipendiaten zur START-Vorarlberg-Vorstellung ins Rathaus geladen. Gleichzeitig präsentierte die Integrationsbeauftragte der Stadt Dornbirn, Elisabeth Planinger, die Aktivitäten und Angebote der Stadt im Bereich der Integrationsarbeit. “Dornbirn soll eine attraktive Stadt für Menschen von überall sein, die Vielfalt ist ein Gewinn, von dem wir profitieren möchten”, ist Planinger überzeugt. Dass die vielfältigen Talente und das hohe Potential der Kinder mit Migrationshintergrund nicht verloren gehen dürfen, davon ist auch Alfons Bechter, Pisa-Beauftragter des Landes Vorarlberg überzeugt. Rund 20% der Schüler aus Einwandererfamilien die in Pflichtschulen sind, könnten locker auch ein Gymnasium besuchen. Bechter forderte alle Verantwortlichen auf, weiterhin Geld in die frühkindliche Bildung und Erziehung zu investieren um die wertvollen Ressourcen in Zukunft besser nutzen zu können.

Einen Antrag mit Übersicht über die der Bewerbung beizulegenden Unterlagen und Informationen zu START findet man unter www.start-stipendium.at.

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