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Sicherheitspreis für Zivilcourage verliehen

Der Sicherheitspreis des KSÖ wurde in diesem Jahr im Medienhaus in Schwarzach überreicht.
Der Sicherheitspreis des KSÖ wurde in diesem Jahr im Medienhaus in Schwarzach überreicht. ©VOL.AT/Philipp Steurer
Schwarzach - Jedes Jahr würdigt der Landesklub des Kuratoriums Sicheres Österreich (KSÖ) Bürger, die durch ihr  couragiertes Verhalten bei der Aufklärung oder gar Vereitelung von Straftaten mitwirken.
Couragierte Bürger bekommen Preis


Im Medienhaus Schwarzach wurden am Montag wieder vier Personen (siehe unten) geehrt. Landeshauptmann Markus Wallner zeigte sich sichtlich stolz: „Wir leben in einer der sichersten Regionen überhaupt. Das haben wir auch dem  beherzten Eingreifen der Bevölkerung und unseren drei Preisträgern zu verdanken.“

Keine leichte Entscheidung

Auch  in diesem Jahr machten sich die Verantwortlichen die  Entscheidung nicht leicht. „Es war sehr schwierig. Alle Beiträge  sind so viel wert. Daher wird der Preis stellvertretend für alle couragierten Männer und Frauen übergeben“, erklärt  Sicherheitsdirektor Hans-Peter Ludescher. Er war auch 2011 wieder sehr zufrieden mit den vielen Hinweisen, die aus  der Bevölkerung eingingen. KSÖ-Präsident Wilfried Hopfner sprach seine große Wertschätzung gegenüber den  Preisträgern aus. „Es braucht Menschen, die hinschauen und dadurch die Arbeit der Exekutive erheblich unterstützen.“ Hopfner nutzte die Gelegenheit auch, um die Arbeit der Polizei hervorzuheben – die hohe Aufk lärungsquote komme schließlich nicht von ungefähr. Unter den Festgästen waren auch Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Landtagspräsidentin  Bernadette Mennel.

Drei Vandalen verfolgt und Polizei alarmiert

Anfang Oktober nimmt Manfred Boschetto drei Männer wahr, die mutwillig Mülleimer und Verkehrszeichen in stenau beschädigen. „Die Vandalen haben eine Spur der Verwüstung nach sich gezogen. Das passiert in Lustenau viel zu oft“, prangert der 47-Jährige das Verhalten einiger betrunkener Jugendlichen an.
Unauffällige Verfolgung
Der Lustenauer zögert nicht lange, alarmiert die Polizei und nimmt die Verfolgung der Täter auf. „Ich bin mit meinem Hund unauffällig hinterhergegangen und habe genügend Abstand zu Ihnen gehalten.“ Boschetto beobachtet das Trio, bis die Beamten der Polizeiinspektion Lustenau eintreffen. Bei der Kontrolle reagieren die Verdächtigen forsch, unkooperativ und in keiner Weise geständig. Doch eine Verwechslung ist aufgrund des beherzten Engagements von Manfred Boschetto ausgeschlossen. Er kann die Männer eindeutig identifizieren. „Es stört mich brutal, wenn man durch die Straßen zieht und sinnlos Sachen zerstört“, zeigt er seine Motivation für sein Einschreiten auf. Über den Sicherheitspreis freut sich der 47-Jährige sehr.

Überfall auf Radlerin – Passanten eilen zu Hilfe

Eine Radfahrerin wird im Juni des vergangenen Jahres von zwei Männern in Bregenz attackiert. Sie haben es auf die Handtasche der Frau abgesehen. Die Täter werden gewalttätig, bringen das Opfer zu Sturz und verletzen es. Die Frau schreit um Hilfe. Klemens Rangger sitzt unweit auf einer Bank: „Mir war sofort klar, dass da jemand in Gefahr ist“, berichtet der 44-Jährige gegenüber den VN. Er erkennt die Notsituation und rennt los. Daraufh in flüchten die Täter mit ihrer Beute. Rangger nimmt die Verfolgung auf. „Ich bin so schnell gerannt, wie noch nie.“ Nur kurze Zeit später rennen die Täter und Rangger an Jonny Sallmayer (49)
vorbei. „Ich war lange Zeit Türsteher und mein Gefühl hat mir gesagt, dass da etwas nicht stimmt. Als Rangger stehen blieb, habe ich ihm gesagt, dass ich die Läufer kenne.“ Erleichterung macht sich breit. Gemeinsam beschließen sie, die Polizei zu alarmieren. Sie warten und geben den entscheidenden Hinweis zur Aufk lärung.

Nachbar beobachtet Einbruch in Wohnung

Zwei Männer versuchen im Juli 2011 in eine Wohnung in Hohenems einzubrechen. Mit einem Radschlüssel wollen sie die Wohnungstüre aufb rechen. Als dies nicht gelingt, verschaff en sie sich über ein gekipptes Fenster Zugang zur Terrasse und anschließend zur Wohnung.
Der Beobachter
Der Pensionist und Nachbar Günther Ender beobachtet das umtriebige Geschehen von seinem Esszimmer aus. Für ihn ist klar, da liegt eine Straftat vor. „Ich bin richtig in Rage geraten, als ich das alles gesehen
habe. Aber ich habe nicht weggeschaut, sondern gehandelt“, erklärt der Hohenemser im VN-Gespräch. Geistesgegenwärtig greift er zum Telefon und ruft die Polizei. Die zwei Männer können auf frischer Tat ertappt werden. Außerdem stellen die Beamten auf der Terrasse eine groß angelegte Indoorplantage mit Cannabispflanzen sicher. Doppelter Grund zur Freude also. „Das bedeutet mir sehr viel. Das Volk sollte viel öfter Zivilcourage zeigen und aus seiner Lethargie erwachen“, mahnt Ender und hofft, ein positives Beispiel geleistet zu haben.

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