Sicher im Wasser: So sollte man im Notfall reagieren

Was man beim Wassersport und Schwimmen beachten sollte.
Was man beim Wassersport und Schwimmen beachten sollte. ©VOL.AT/Mayer, Symbolbild: APA/dpa/Nina Hansch
Es gibt immer mehr Nichtschwimmer. Wie man sichere Bade- und Paddle-Tage verbringen kann und was im Notfall zu tun ist.
Tödlicher Unfall im Binnenbecken
SUP-Betreiber ohne Haftung

Die Zahl der Nichtschwimmer nimmt zu. Das beobachtet auch die Wasserrettung Vorarlberg. Das sei auch darauf zurückzuführen, dass in Coronazeiten kaum Schwimmkurse möglich waren, so Landesleiter Daniel Plaichner gegenüber VOL.AT. Die Problematik müsse natürlich in Angriff genommen werden – etwa durch Schwimmkursangebote für alle Altersgruppen. Auch Unfälle mit Nichtschwimmern nehmen zu. Zudem häufen sich Wildbadeunfälle, da Trendsportarten, wie etwa Stand Up Paddling (SUP), in Fließgewässern zunehmen.

Bei warmem Sommerwetter sind auch Nichtschwimmer in und am Wasser unterwegs, schwimmen oder üben Wassersportarten aus. Erst kürzlich kam es in Vorarlberg zu einem Unfall, bei dem ein 22-jähriger Nichtschwimmer nur noch leblos geborgen worden konnte. Er hatte zuvor ein SUP ausgeliehen und stürzte beim Harder Binnenbecken vom Board.

Sicher schwimmen und paddeln

Man solle als Nichtschwimmer oder unsicherer Schwimmer eine Schwimmweste tragen, wenn man sich ins Wasser begebe, erklärt Plaichner gegenüber VOL.AT. Beim SUP solle man die Verbindungsleine vom Board zum Fuß befestigen und sich zwischendurch abkühlen, um Kreislaufschwierigkeiten vorzubeugen. "Idealerweise sind dort noch zusätzliche Personen mit dabei", verdeutlicht er. Etwa Angehörige oder Kollegen, die gezielt ein Auge auf den Nichtschwimmer werfen. "Das mit dem Untergehen funktioniert relativ schnell", betont er. Beobachtung und Schwimmweste seien daher Mittel erster Wahl, um für Sicherheit zu sorgen.

Die Hitze lockt Badende in den Bodensee. Bild: VOL.AT/Mayer

Bei Hitze langsam abkühlen

Bei Wasseraktivitäten in der Sommerhitze gilt besondere Vorsicht: "Wenn man stark überhitzt ins kalte Wasser geht, dann kann es natürlich zu Kreislaufproblemen kommen", gibt der Landesleiter zu verstehen. Etwa, wenn man mit dem SUP unterwegs sei und ins Wasser falle. Generell sollte man sich bei hohen Temperaturen langsam abkühlen.

Wie man im Notfall reagieren sollte

Wie sollte man sich verhalten, wenn man eine Notsituation miterlebt? "Das erste Mittel der Wahl ist natürlich, den Notruf abzusetzen", erklärt Plaichner. "Lieber zu früh als zu spät, lieber einmal zu oft als einmal zu wenig." Man solle sich Position der Person merken. Diese sei das Wichtigstes, das die Einsatzkräfte wissen sollten. Auch Hinweise über die Bekleidung seien von Bedeutung. Man solle versuchen, mit Schwimmhilfen zum Betroffenen zu schwimmen und ihm diese reichen. "Dann ans Ufer begleiten beziehungsweise die Rettungskräfte unterstützen, sobald sie angekommen sind", meint der Wasserretter.

Schwimm- und Rettungskurse

Idealerweise sollte jeder einen Helfer- oder Retterscheinkurs absolvieren, wie er von der Wasserrettung angeboten wird, um die Sicherheit zu erhöhen. Dort lerne man den richtigen Umgang mit Ertrinkenden und Personen in Wassernot. Heute müsse man sich nicht mehr schämen, wenn man als Erwachsener einen Schwimmkurs besuche: "Im Gegenteil: Es ist sogar sehr gut, wenn auch im Erwachsenenalter noch schwimmen gelernt wird. Kommt relativ häufig vor und ist auch gerne gesehen", verdeutlicht Plaichner.

(VOL.AT)

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