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"Sich selbst ein Bild machen!"

Kindergartenkinder haben für das Projekt von Yagmur, Hannah, Nesrin, Manolya und Medina ihre Zukunftsvisionen für die Achsiedlung gezeichnet.
Kindergartenkinder haben für das Projekt von Yagmur, Hannah, Nesrin, Manolya und Medina ihre Zukunftsvisionen für die Achsiedlung gezeichnet. ©MiK
In Bregenz wird 40 Jahre Achsiedlung gefeiert. Fünf Schülerinnen haben das zum Thema ihres Maturaprojekts gemacht.

Seit eh und je hat „die große Siedlung am Rande der Stadt“ Bregenz mit zahlreichen Vorurteilen zu kämpfen. Fünf Schülerinnen der HAK/HAS Bregenz haben die Siedlung für ihr Maturaprojekt unter die Lupe genommen. „Unsere Lehrerin hat das Thema vorgeschlagen und wir wollten herausfinden, was an diesen Vorurteilen eigentlich dran ist. Dabei haben wir festgestellt: Die Achsiedlung ist definitiv kein Slum!“, sagt Nesrin. „Wenn die Menschen einsehen würden, dass dieses Bild in keiner Weise mit der Realität übereinstimmt, würde es ihnen auch nicht so leicht fallen die Siedlung so zu bezeichnen.“ Gemeinsam haben die fünf eine Festtagsbroschüre sowie eine Fotoausstellung auf die Beine gestellt. Letztere wird beim Fest anlässlich 40 Jahre Achsiedlung präsentiert und gibt einen historischen Überblick zur Entwicklung des Wohngebiets in Laufe der Jahre.

„Nicht wie es scheint“

„Man soll sich selbst ein Bild von der Siedlung und den darin lebenden Menschen machen, bevor man der Meinung anderer vertraut oder gar glaubt. Denn nicht alles ist so, wie es scheint“, betont Yagmur, die wie ihre Mitschülerinnen heute ein ganz anderes Bild von der Siedlung hat. Auch Hannah hat gemerkt, dass das Viertel zu Unrecht diesen schlechten Ruf hat: „Ich kann den Ruf der Siedlung nicht nachvollziehen. Alle Menschen, die wir hier kennengelernt haben, waren sehr nett, freundlich und hilfsbereit.“

Zukunftsvisionen von Kids

Ebenfalls ausgestellt werden Zeichnungen von Kids aus dem Kindergarten in der Achsiedlung. „Die Kinder haben gezeichnet, was sie sich für die Achsiedlung in den nächsten Jahren wünschen“, erklärt Nesrin. „Es gibt auch Bilder mit Polizeiinspektionen und Krankenhäusern. Da sieht man, wie stark diese Gedanken schon in den Köpfen verankert sind.“ Am Samstag, den 3. September, kann man sich beim Stadtteilfest 40 Jahre Achsiedlung ein Bild machen.

Größte Siedlung im Ländle

1974 war in Bregenz der Baubeginn für die Achsiedlung, im Sommer 1976 wurden die ersten Wohnungen vergeben. 40 Jahre später ist das Wohngebiet “am Rande der Stadt” noch immer die größte Siedlung Vorarlbergs, mit insgesamt 839 Wohnungen. In der kommenden Sonntagsausgabe zeigt WANN & WO ein Poträt von Menschen in der Siedlung.

(Quelle: WANN & WO/Martin Begle)

Hier die ganze WANN & WO-Ausgabe online lesen.

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