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Siamesische Zwillingsschwestern gestorben

In Singapur sind beide Siamesischen Zwillingsschwestern beim Trennungsversuch gestorben. Nach Ladan starb auch Laleh Bijani.

Die beiden Siamesischen Zwillingsschwestern Ladan und Laleh Bijani haben am Dienstag in Singapur die riskante Operation zu ihrer Trennung nicht überlebt. Die beiden 29-jährigen Iranerinnen starben in der Narkose, kurz nachdem die Ärzte ihre zusammengewachsenen Köpfe in einem 52-stündigen Eingriff voneinander getrennt hatten. Nach Krankenhausangaben starb Ladan um 14.30 Uhr Ortszeit, Laleh 90 Minuten später. „Jetzt heulen alle nur noch“, sagte eine Krankenschwester, die an der Operation teilgenommen hatte.

Unerwartete Komplikationen hatten den Eingriff in der Schlussphase erschwert. Kurz vor der endgültigen Trennung der iranischen Frauen hätten die beiden Schwestern große Mengen Blut verloren, sagte Kliniksprecher Dr. Prem Kumar. Den Ärzten gelang es nicht, den Zustand der 29 Jahre alten Patientinnen zu stabilisieren.

Die iranischen Schwester hatten eigenständige Gehirne unter einer Schädeldecke. Da sie sich auch eine wichtige Vene teilten, hatten die Ärzte von vornherein befürchtet, dass eine oder sogar beide Schwestern die Operation nicht überleben könnten. Die Zwillinge erklärten vor der Marathon-Operation, sie wollten lieber dieses Risiko eingehen, als ihr Leben zusammengewachsen zu verbringen.

Die Operation begann am Sonntag mit der Durchtrennung der Schädeldecke. Danach mussten die Chirurgen Millimeter für Millimeter das Gewebe trennen. Die Operation der beiden Frauen war der erste Versuch, ein erwachsenes Craniopagus-Paar zu trennen, wie diese Form von siamesischen Zwillingen genannt wird. Die Trennung von Craniopagus-Zwillingen gelang erstmals 1952. Die Operation wurde aber bisher nur an Kleinkindern durchgeführt, weil deren Gewebe besser verheilt. An dem Eingriff in Singapur waren ein internationales Team von 28 Ärzten und etwa 100 Assistenten beteiligt.

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