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Sharon stimmt teilweisem Abzug von Hebron zu

Ariel Sharon hat dem Plan von Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer zum teilweisen Abzug der Armee aus der Stadt Hebron im Westjordanland zugestimmt.

Wie der israelische Rundfunk am Sonntag berichtete, ordnete Sharon den Verbleib isralischer Soldaten auf zwei Hügeln oberhalb der jüdischen Siedlung in Hebron an. Von dort aus hatten bewaffnete Palästinenser in der Vergangenheit häufig in Richtung der jüdischen Siedlung geschossen. Die Entscheidung fiel bei einem Sicherheitstreffen. Teilnehmer waren außer Scharon und Ben-Eliezer der Generalstabschef Moshe Yaalon, Inlandsgeheimdienstchef Avi Dichter, der Chef des militärischen Geheimdiensts, Zeev Farkash, und der für das Westjordanland zuständige General Moshe Kaplinsky.

Hebron steht zu 80 Prozent unter palästinensischer Selbstverwaltung, auf dem restlichen nach wie vor von Israel kontrollierten Gebiet leben etwa 600 jüdische Siedler inmitten von 120.000 Palästinensern. Ben-Eliezer kündigte unterdessen die Räumung von „zwei oder drei“ illegalen jüdischen Siedlungen im Wesatjordanland an. Er kritisierte, dass etwa 1500 Siedler am Samstagabend gewaltsam Widerstand gegen die Räumung der illegalen Siedlung Havat Gilad nahe Nablus leisteten. Bei den Auseinandersetzungen mit isralischen Soldaten und Polizisten wurden etwa 30 Menschen verletzt.

Aus Protest gegen die Räumung von Havat Gilat am „heiligen Sabbath“ drohte die als politischer Arm der Siedler geltende Nationalreligiöse Partei mit dem Bruch der Regierungskoalition. Einer ihrer fünf Abgeordneten sagte im Rundfunk, die Partei werde darüber am Montag beraten.

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