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Sexuellen Übergriff erfunden

Feldkirch - Rache war das Motiv, warum die 16-Jährige ihrem Exfreund eine Vergewaltigung anhängen wollte. Wegen dieser Lüge wurde das Mädchen nun verurteilt.
"Rache ist eines der Motive"
Schaden für wahre Opfer

Retourkutsche

„Es tut mir leid, was ich da gemacht habe“, schluchzt die junge Türkin. Was eine solche Verleumdung für einen unschuldigen Burschen bedeutet, scheint sie erst jetzt zu begreifen. Das Mädchen ist – wie so oft bei solchen Fällen – psychisch angeschlagen. Ratlose Eltern, Drogen, mehrere Aufenthalte im Landeskrankenhaus Rankweil, keine Ausbildung, keinen Job, dafür eine Menge Probleme. „Ich hatte Streit mit meinem Freund, er war eifersüchtig und gab mir eine Watsche“, erinnert sich das Mädchen. „Die Geschichte mit der Vergewaltigung war dann die Retourkutsche?“ fragt der Richter nach. Das Mädchen nickt.

Problematisch

Außer der Lügengeschichte, die die junge Frau bei der Polizei einige Zeit später richtigstellte, werden dem Mädchen noch zwei Straftaten vorgeworfen. Zum einen schnappte sie sich die Bankomatkarte ihrer Oma und hob 400 Euro ab. Zum anderen klaute sie ihrer Betreuerin vom IfS 150 Euro. Das Geld will sie zurückzahlen und dass sie sich falsch verhalten hat, sieht sie ein. 220 Euro Geldstrafe werden es trotzdem. Weitere 220 Euro muss sie bezahlen, wenn sie sich nochmals etwas zuschulden kommen lässt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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