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Sextäter muss nun in Anstalt

Im Oktober überfiel der 28-jährige Türke eine Schülerin auf dem Heimweg. Bei der Bushaltestelle Dornbirn-Haselstauden zerrte der Mann sein Opfer ins Gebüsch und zwang es zu sexuellen Handlungen.

Währenddessen fing der junge Mann plötzlich an zu weinen. Danach rannte er panisch davon.

Gute Beschreibung

Die Gymnasiastin konnte den Täter so gut beschreiben, dass er wenig später gefasst wurde. Seit einem halben Jahr sitzt er nun in U-Haft. „Wie bei allen Vergewaltigern steht sexuelle Befriedigung als Motiv erst an vierter Stelle“, so Primar Reinhard Haller. Auch bei diesem jungen Mann ist das der Fall. Es ging um Machtausübung, darum, dass er Frauen allgemein hasst. Der fünffach Vorbestrafte, der bereits mehrmals stationär im LKH Rankweil untergebracht war, konsumierte bereits mit 15 Jahren LSD. Dass die geringste Menge dieser Droge Geisteskrankheiten auslösen kann, ist bekannt, so der Sachverständige. Dass der aktuelle Übergriff aus heiterem Himmel auf eine völlig fremde Person erfolgte, lässt den Gutachter nichts Positives prognostizieren. Eine konsequente Behandlung ist nur in einer speziellen Anstalt gewährleistet, wird sich der Senat langsam bewusst.

Uneinsichtig

Der Angeklagte versucht immer wieder zu erklären, dass es ihm schon viel besser gehe, dass er nicht in eine Anstalt will. „Niemand will Ihnen etwas Böses“, überzeugt Richter Peter Mück den Mann schlussendlich.

Er nimmt die 20 Monate an und kommt somit in eine Spezialanstalt nach Wien Favoriten. Dort ist eine fachgerechte Betreuung gewährleistet. Auch für den Betroffenen die einzige Chance, nicht für immer weggesperrt zu werden. Beginge er eine weitere, ähnliche Straftat, stünden die Karten für eine Entlassung schlecht.

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