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Seuchengefahr für Tsunami-Opfer

Für die Tsunami-Opfer auf dem Salomonen- Inseln wird die Hilfe zu einem Wettlauf mit der Zeit. Die ersten Kinder sind am Donnerstag schon an Durchfall erkrankt.  

Auch drei Tage nach der Überschwemmung war noch nicht genug Trinkwasser angeliefert worden. Die Wasserversorgung sei das dringendste Problem, sagte Danny Kennedy, Mitglied der Regierung der westlichen Provinz, in einem Interview des Senders BBC.

Das Rote Kreuz hatte am Mittwoch seine letzten Rationen in der Provinzhauptstadt Gizo verteilt und wartete dringend auf Nachschub. Hauptproblem ist die Logistik:©der Flughafen von Gizo ist schwer beschädigt und größere Schiffe brauchen aus der Hauptstadt Honiara mehr als 20 Stunden.

In Gizo ist die Lage besonders dramatisch, weil tausende Menschen dort obdachlos wurden und jetzt auf engsten Raum zusammen hausen.©Die meisten haben sich in den Hügeln hinter der Stadt nur notdürftig Planen zwischen Bäume gespannt, aber dort gibt es weder Flüsse für Trinkwasser noch Toiletten. In der Stadt sind unzählige Häuser kaputt oder durch Riesenwellen unbewohnbar geworden. Die Menschen trauen sich auch nicht zurück, weil die Region seit dem schweren Beben am Montag immer wieder von heftigen Nachbeben erschüttert worden ist.

Die Regierung in Honiara berichtete von schwer traumatisierten Menschen. Die Bewohner der westlichen Inseln brauchten dringend psychologische Hilfe, sagte Julian Makaa von der Katastrophenbehörde am Donnerstag nach einem ersten Augenschein vor Ort. Die Tsunamiwelle war nach dem schweren Erdbeben am Montag ohne Vorwarnung über die kleinen Inseln und die Provinzhauptstadt Gizo gerollt. Das Epizentrum lag nur 40 Kilometer vor der Küste. Die Welle riss die leichten Bauten in Strandnähe sofort um. Auch das einzige Krankenhaus mit 80 Betten direkt am Meer wurde überschwemmt. „Wir haben im©Garten eines der Ärzte jetzt eine Art Notspital eingerichtet“, sagte Kennedy.

Am Mittwochabend war erst das erste große Schiff mit Hilfsgütern aus der Hauptstadt in©Gizo eingetroffen. „Jeder hier sollte heute Abend wenigstens ein einigermaßen annehmbares Zelt über dem Kopf haben“ sagte er. Was sich auf den abgelegeneren©Inseln abspielt, weiß noch immer niemand genau. Dort wohnen überall verstreut Fischerfamilien in Strohhütten am Strand. Viele der Boote in©Gizo, mit denen Helfer zu den Inseln hätten hinausfahren können, waren zerstört worden. Wahrscheinlich kamen mehr als zwei Dutzend Menschen ums Leben.

In Honiara traf am Donnerstag auch ein Transportflugzeug aus Australien mit Hilfsgütern ein. Die Maschine sollte nach Munda unweit von Gizo weiterfliegen. Japan wollte nach Angaben der Regierung in Honiara am Wochenende Hilfsgüter einfliegen, ebenso Malaysia.

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