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Seniorentheaterfestival war voller Erfolg

Senioren aktiv
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(Beitrag von Almud Magis)Mittendrin: Seniorentheaterfestival und Symposion zum Seniorentheater in Bregenz.

Es waren zwei spannende Tage. Das Festival in Bregenz war das siebte Seniorentheaterfestival, das vom Landesverband für Amateurtheater organisiert und durchgeführt hat. Dieses Jahr fand es am 25. und 26. Oktober in Bregenz im neuen Vorarlberg Museum statt. Es war eine Freude und Ehre, dort zu spielen und zu tagen. Am ersten Tag wurden die Produktionen verschiedener Seniorentheater-Gruppen gezeigt. Bis auf eine Gruppe kamen alle aus Vorarlberg. Die Gruppe Bartholomei’s aus Südtirol unter der Leitung von Maria Thaler-Neuwirth präsentierte das erste Stück „Unvollendet“. Ein Modell dafür, was gutes Seniorentheater bieten kann. Ein Klassentreffen in einem Restaurant bildet den Rahmen für die Geschichte von Romeo und Julia, für Begegnungen und Erinnerungen.

Am Nachmittag zeigten dann die Vorarlberger Gruppen ihre Arbeiten. Das Seniorentheater Feldkirch unter der Leitung von Anne Andujar und Bernd Schuster präsentierte drei Sketches, die Nofler Suser ebenfalls aus Feldkirch die Eigenproduktion ‘Der fliegende Teppich’ unter der Leitung von Sabine Matt, Gebardo und Fiorina die Eigenproduktion ‘Clownerie mit Gesang’ unter der Leitung von Elke Maria Riedman. Dagmar Ullmann-Bautz war nicht nur die Organisatorin und Moderatorin des Festivals, sie zeigte auch das Stück ‘Lampen’ der Autorin Jane Martin, das ihre Spielerin Barbara Heinzle souverän auf die Bühne brachte. Zum Abschluss des Tages gab es ‘Seifenblasen’, ein clowneskes Erinnerungstheater der Gruppe Vorarlberger Spätlese unter der Leitung von Anita Ohneberg, das die Stärke und die Bedeutung des biografischen Theaters, der in Szene gesetzten Erinnerungen, aufleuchten ließ.

Der zweite Tag, das Symposium, war dem Nachdenken über die Anforderungen und Mühen des Seniorentheaters gewidmet. Aber zunächst wurden die Gruppen vom Vortrag geehrt, und Landesrätin Dr. Greti Schmid ließ es sich nicht nehmen zu beteuern, wie wichtig diese Theaterarbeit sei und wie gerne sie zu den Aufführungen käme, aber die Zeit, die Zeit … Das Vorarlberger Damen-Trio „Zimtschnecken“ bot witzige selbst gemachte Lieder zum Drüber- und Drunterstreuen. Dann wurde es ernst. Aber dafür, dass es nicht zu ernst wurde, sorgte das Duo Cécile Eder und Sam Kuenti. In kurzen und klugen Dialogen zwischen Film, Vortrag und den Berichten der Arbeitsgruppen führten sie vor, dass man über alles auch lachen kann, wenn man den richtigen Witz bzw. Humor hat.

Im ersten Schwerpunkt des Symposions präsentierte der Theatermann Jochen Wietershofer seinen Film ‘Baden in Fragen’, einen Film über Gedanken der Mitglieder seiner Gruppe BaSta in Karlsruhe über ihr Leben, das Alter, das Sterben, und den Tod. In langen Einstellungen auf die Gesichter wurden sowohl philosophische als auch biografische Aspekte deutlich. Der Nachmittag wurde eingeleitet mit einem Vortrag von Maria Thaler-Neuwirth. Sie erzählte, wie lang ihr Weg zu dem Status war, den das Seniorentheater in Südtirol nun besitzt. Und sie machte eindringlich klar, dass die Qualität des Seniorentheaters hart erarbeitet werden muss, damit sich der Erfolg einstellt. Arbeit in und mit den Gruppen, aber auch Arbeit in der Öffentlichkeit, mit Ämtern und Behörden. Nach dem Vortrag wurde in Arbeitsgruppen zu der Frage gearbeitet: Welche Wünsche und Erwartungen haben wir an das Seniorentheater? Eine Stunde brüteten die Gruppen, die Ergebnisse wurden im Plenum ausgetauscht. Es gab eine Vielzahl unterschiedlichster Erwartungen, die in den nächsten Tagen und Wochen vom Landesverband für Amateurtheater ausgewertet und auch umgesetzt werden.

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