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"Senioren"-Bande machte Millionen

Symbolfoto &copy Bilderbox
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Wiener "Senioren"-Bande verkaufte Drogen im Millionenwert - 57-Jähriger bekam bei seiner Verhaftung nicht nur einen riesigen Schreck, sondern auch gleich einen Herzinfarkt - 23 Verdächtige in Haft.

Man zählte altersmäßig nicht mehr zu den ganz Jungen, aber man ließ es sich dennoch gut gehen: Derzeit muss eine Wiener Oldie-Bande ihren Lebensstil jedoch etwas einschränken, da die Drogendealer von der Polizei geschnappt und hinter schwedische Gardinen verfrachtet wurden. Zuvor hatten die 23 Verdächtigen den Markt mit Suchtgift im Wert von rund 5,2 Millionen Euro versorgt.

23 Personen festgenommen

Ermittlungen in der Szene hatten die Beamten des Kriminalkommissariats Mitte auf die Spur der österreichischen Tätergruppe gebracht. Nach weiteren Recherchen schlug man im Oktober schließlich zu und nahm 23 Personen fest, von denen 19 dem Gericht eingeliefert wurden, so Major Martin Roudny. Wie beim Domino-Day fiel ein Steinchen nach dem anderen um, bis man am Montag an die Öffentlichkeit gehen konnte.

Kiloweise verschiedenste Drogen gefunden

Die Fakten sind beeindruckend: In einem Friseurgeschäft sowie in mehreren Wohnungen wurden insgesamt 72,6 Kilogramm Haschisch, 11,2 Kilogramm Marihuana, 700 Gramm Speed und 63 Gramm Kokain sowie 96.000 Euro Bargeld sichergestellt. Eine Pumpgun und zwei Pistolen waren legal im Besitz der Verdächtigen – „Allerdings nicht in den richtigen Händen“, meinte Roudny. Diesem Umstand wurde durch ein Waffenverbot ein Ende bereitet.

Auffällig an den Tätern war ihr relativ gesetztes Alter: Der Senior der Runde, ein Jahrgang 1947 bekam bei der Festnahme einen derartigen Schreck, dass er einen Herzinfarkt erlitt. „Nun geht es ihm wieder besser – allerdings im Gefängnisspital“, beruhigte der Kriminalist.

Straßenwert rund sechs Mio.

Die Verdächtigen wussten durchaus, Geld zu verdienen: Insgesamt verkauften sie im Laufe der Zeit rund 500 Kilogramm Cannabisprodukte, 4,5 Kilogramm Speed und 800 Gramm Heroin im Wert von 5,2 Millionen Euro. Mit den nun beschlagnahmten Drogen ergibt sich sogar ein Straßenverkaufswert von etwa sechs Millionen. Der Stoff wurde zu jeweils 30, 40 oder 50 Kilogramm aus den Niederlanden besorgt und in Wien an Dealer weiter gegeben.

Die „Berufsverbrecher“, die sich von früher – teilweise aus dem Rotlichtmilieu – kannten, waren großteils einschlägig vorbelastet und zum Teil sogar in einem Mordfall verdächtig gewesen. Man wusste aber, den plötzlich ausgebrochenen Reichtum durchaus zu genießen: Beim Glücksspiel verlor man schon einmal bis zu 7.000 Euro pro Nacht. Eine gemeinsam angekaufte Yacht im Mittelmeer diente nicht nur der eigenen Entspannung, sondern wurde auch Gewinn bringend verchartert.

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