AA

Semmeldieb muss 6 Monate in Haft!

Feldkirch - Der siebenfach Vorbestrafte lieferte sich bei seiner Festnahme im Frastner Billa-Markt eine Prügelei mit drei Polizisten. Auch den Filialleiter bedrohte er.

„Wegen einer gestohlenen Leberkässemmel für 73 Cent sitzen wir jetzt also hier vor Gericht“, resümierte Staatsanwalt Manfred Melchhammer am Mittwoch im Prozess am Feldkircher Landesgericht.

Dem 23-jährigen Angeklagten wurde nicht nur der Semmeldiebstahl vorgeworfen: Widerstand gegen die Staatsgewalt, Körperverletzung, gefährliche Drohung und Sachbeschädigung standen ebenfalls in der Anklage.

Der Arbeitslose gab alle Vorwürfe zu. Im Jänner hatte er im Billa-Markt in Frastanz versucht, die besagte Leberkässemmel zu stehlen. Als der Filialleiter dies bemerkte, rief er die Polizei. Der Ladendieb ließ sich jedoch nicht ohne weiteres von den drei Beamten festnehmen, sondern zwickte einen von ihnen frech in den Ellenbogen. Auch Schläge gegen den Hals eines Polizisten teilte der Alkoholabhängige munter aus.

Randale auf der Polizeiwache

Als die Gesetzeshüter es endlich geschafft hatten, den renitenten Ladendieb in den Polizeiwagen zu verfrachten, drohte dieser noch dem Billa-Chef: „Du bist tot“. Auch beim späteren Verhör sagte der siebenfach Vorbestrafte den Beamten, dass sie bloß aufpassen sollten, da er sich ihre Gesicht merken würde. Beim Betreten der Polizeiwache versuchte er außerdem, die Eingangstür einzutreten.

Ein Gutachten von Primar Reinhard Haller attestiert dem 23-Jährigen schwere Persönlichkeitsstörungen. Im Gerichtsaal zeigte sich der junge Mann allerdings von seiner freundlichen Seite: Er entschuldigte sich wortreich bei den Polizisten.

Das nutzte ihm jedoch nicht mehr viel: Richter Hermann Hofer verurteilte den Ladendieb zu sechs Monaten unbedingter Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Semmeldieb muss 6 Monate in Haft!
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen