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Selbstmordversuch nach Urteilsverkündung

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Memmingen - Ein 50-jähriger Unterallgäuer beging am Montagmittag am Ende einer Gerichtsverhandlung vor dem Landgericht Memmingen einen Selbstmordversuch.

Der Mann, der sich wegen einer 2005 begangenen schweren Brandstiftung bereits seit sechs Verhandlungstagen als Angeklagter vor dem Landgericht Memmingen zu verantworten hatte, wurde am heutigen sechsten und letzten Verhandlungstag zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren 3 Monaten ohne Bewährung verurteilt.

Nachdem er das Strafmaß erfahren hatte und nachdem das Urteil mündlich begründet worden war, schoss er sich nach der Rechtsmittelbelehrung gegen 12 Uhr, als alle Beteiligten bereits im Aufbruch begriffen waren, mit einem Schießkugelschreiber in den Kopf.

Da im Vorfeld keine konkreten Anhaltspunkte für eine Eigen- oder Fremdgefährlichkeit während der Verhandlung vorhanden waren, war der Mann, der sich während des gesamten Prozesses auf freiem Fuß befand, vor Verhandlungsbeginn nicht durchsucht worden.

Der 50-Jährige erlitt bei dem Selbstmordversuch lebensbedrohliche Verletzungen. Er wurde noch im Gerichtsgebäude reanimiert und im Anschluss in eine Spezialklinik geflogen. Die Bearbeitung des Falles wurde von der KPI Memmingen übernommen.

Quelle: PP Schwaben Süd/West

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