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Seit 80 Jahren: Bregenz Landeshauptstadt

Mit einem Festakt wird der Weg zur offiziellen Ländle-Metropole und vor allem der Wettstreit mit Feldkirch nachgezeichnet. Landeshauptstadtfrage [PDF 64 KB]

Die offizielle Festlegung auf Bregenz als Landeshauptstadt erfolgte durch die Landesverfassung vom 30. Juli 1923, die entscheidende Sitzung in Sachen Hauptstadt fand aber schon am 13. Juli 1901 statt, damals wurden die Weichen für die endgültige Festlegung gestellt.

Dem war ein jahrhundertelanges Ringen zwischen Bregenz und Feldkirch vorangegangen, wie Stadtarchivar Thomas Klagian erläutert. Klagian bezeichnet die Versammlungen der Landstände als Vorläufer der heutigen Landtage – und diese fanden früher meist in Feldkirch, nur gelegentlich in Bregenz, statt.

Ab 1573 wurde dann regelmäßig abgewechselt. Für Feldkirch sprach in erster Linie die bessere Erreichbarkeit, ein Vorteil, der Bregenz auch in den folgenden Jahrhunderten immer wieder ins Hintertreffen brachte.

Trotzdem installierte Kaiser Karl VI. 1726 in Bregenz ein Direktorium mit einem „Obervogt“, dem die bis dahin gleichberechtigten Vögte unterstellt waren. Unter Maria Theresia und Joseph II. wurde der Status einer „Quasi-Hauptstadt Bregenz“ weiter ausgebaut, 1786 wurde das Oberamt zum Kreisamt aufgewertet und trotz heftiger Proteste die Vogteiämter Bludenz und Feldkirch dem Bregenzer Kreisamt unterstellt.

Die bayrische Herrschaft (1806 bis 1814) schaffte die Landstände ab, die in der ursprünglichen Form auch nicht mehr installiert wurden, als Vorarlberg 1814 zu Österreich zurückkehrte. Das Landgericht Weiler wurde abgetreten, Bregenz kam damit noch mehr in eine Randlage und hatte Mühe, den Sitz des Kreisamts zu behalten.

Nach dem Revolutionsjahr 1848 wurde Vorarlberg vorübergehend mit Tirol vereinigt, dem gemeinsamen Landtag gehörten nur elf von 84 Mandataren an. Das Kreisamt wurde zur Kreisregierung umgewandelt, hatte aber kaum Kompetenzen.

Im Stadtvertretungssaal

Mit dem sogenannten „Februarpatent“ des Kaisers wurden 1861 Landesordnungen erlassen, der Vorarlberg wieder einen eigenen Landtag zugestand. Dieser tagte erstmals am 6. April 1861 im heutigen Sitzungssaal des Bregenzer Rathauses. Bregenz war damit zwar Tagungsort des Landtags, aber nicht Landeshaupstadt. Als einziger Landtag verfügte Vorarlberg über kein eigenes Haus, aus Sparsamkeitsgründen wurden hier nur Räume angemietet. Zunächst im Rathaus, ab 1896 im neu errichteten Postamt.

Jahr der Entscheidung

1901 wurde zum Jahr der Entscheidung. Bregenz offerierte dem Landesausschuss das sogenannte Pfannersche Anwesen (heute Vorarlberger Landesarchiv), Feldkirch bot ein Grundstück und einen Baukostenzuschuss von 250.000 Kronen. In der Landtagssitzung vom 13. Juli lehnten die Mandatare das Feldkircher Angebot mit 12:8 Stimmen ab. Mit 11:9 Stimmen wurde anschließend das Bregenzer Angebot angenommen.

Damit war die Position von Bregenz „zementiert“. 1916 wurde das Hotel “Österreichischer Hof“ als Landhaus angekauft, 1919 das Hotel „Montfort“, das in einem Anbau den neuen Landtagssaal erhielt, der am 10. März feierlich eröffnet wurde. Knapp fünf Monate später wurde Bregenz endgültig als Landeshauptstadt verankert.

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