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Seine Rosen sind ihm lieb – seinen Mesnerdienst sieht er als Berufung

Neben seiner Frau Renate liebt Ernst Luger seine Rosen.  Den Mesnerdienst sieht er als Berufung.
Neben seiner Frau Renate liebt Ernst Luger seine Rosen. Den Mesnerdienst sieht er als Berufung. ©Edith Hämmerle
Ernst Luger verrichtet seit seiner Pension den Frühdienst als Mesner im Kloster.
Ernst Luger
Ernst Luger beim Mesner-Frühdienst

Dornbirn. Neben seiner Frau Renate gilt seine Liebe den Rosen und dem Kloster in Dornbirn. Für ihn fängt der Tag morgens um 5 Uhr an, manchmal auch früher. Denn bereits um halb Sechs tritt er seinen Frühdienst in der Klosterkirche an. „Das Frühaufstehen hat etwas mit meinem Beruf zu tun“, erwähnt Ernst Luger mit einem Lächeln. Er war sein Leben lang Bäckermeister. „Und wer da kein Frühaufsteher ist, hat den falschen Beruf gewählt“, ergänzt er und das Lächeln steht immer noch auf seinem Gesicht. Dieses Lächeln wirkt gütig. Es drückt die Gutherzigkeit des Kirchendieners aus. Wenn ihn jemand um einen Gefallen bittet, kommt selten ein Nein über seine Lippen. Obwohl er jetzt, (er ist seit längerem in Pension), morgens nach Belieben ausschlafen könnte, hat er nicht Nein gesagt als ihn damals, „es sind sicher über zwölf Jahre her“, Pater Rufus bat, den Mesner-Frühdienst zu übernehmen. Seither verrichtet der Senior den Dienst um Gotteslohn. Tagaus, tagein, von Montag bis Sonntag, ist Ernst Luger in aller Herrgottsfrühe zur Stelle, bereitet alles für die Heilige Messe vor, die um 6.30 Uhr beginnt. Die Kirchentüre schließt er schon vor 6 Uhr auf. „Dann kommen bereits die Ersten zum Gebet“, weiß der Mesner aus Erfahrung. Den nahen Bezug zum Kloster habe er als kleiner Bub von seinen Eltern mitbekommen. Sein Großvater Franz-Lorenz Hinterauer war bereits Mesner, damals noch bei den Kapuzinern. Vielleicht gerade deshalb fühle er sich zum Mesnerdienst berufen. „Für mich war mein Opa als tiefgläubiger Mensch ein Vorbild“, erzählt der Bäckermeister aus Kindertagen.

Brot selber backen

„Einmal Bäcker, immer Bäcker“, trifft auf Ernst Luger zu. Bis heute ist der 69-Jährige ein begeisterter Bäcker und bäckt das Brot für den Eigenbedarf selbst, auch Zöpfe und Kuchen. „Die Backwaren werden natürlich auch in der Verwandtschaft verteilt“, merkt seine Frau Renate an, die ihm beim Backen zur Seite steht. Überhaupt sei sie das Pendant zu ihrem Mann, denn sie sei eher der Abendmensch. „Wenn mein Mann abends früh zu Bett geht, wenn alles ruhig ist, beginnt für mich das Häkeln und Stricken“, erzählt sie von ihrem Hobby mit Wolle und Garn. Daraus entstehen verschiedene Handarbeiten, wie kleine Puppen, Tiere, Socken oder Babypatschen. Das Alles wird dann beim Klosterfest verkauft. Für den guten Zweck, versteht sich. Heuer ist es das dritte Jahr, dass beim Fest „Renates Handarbeiten“ zugunsten der Klostersanierung verkauft werden.

Jubiläumsfest

Heuer wird das Jubiläumsfest – 125 Jahre Kloster, das im September groß gefeiert wird, auch für das Ehepaar Luger ein besonderes sein. Der gemeinsame Bezug zum geistlichen Zentrum in der Innenstadt und zu den Patres prägt das Paar ein Leben lang. So werden im Vorfeld bei Lugers daheim wieder Kuchen gebacken, die beim Fest ebenso für den guten Zweck an die Besucher kommen.
Zwischen Backen und Kloster gehört die Liebe Ernst Lugers aber seinen Rosen. Rund ums Haus bieten an die 200 verschiedene Sorten in Farbe und Form von der Königin der Blumen eine Augenweide. Zwischen der Vielfalt wachsen auch die Bienenweide-Rosen, die er eigens für die Bienen gepflanzt hat. Zwecks Anregungen hat er sämtlichen großen Rosenzüchtern im deutschen Raum über die Schulter geschaut. Sollten seine Rosen einmal von Mehltau, Rost oder Sternrußtau befallen sein, übergießt er sie mit einem homöopathischen Mittel. „An meine Rosen kommt kein Gift“, bekräftigt er seine Philosophie in Sachen Botanik. „Wenn Rosen neue Triebe bilden, sollte man diese nicht auswachsen lassen, sondern in der Mitte abschneiden, auch wenn diese bereits eine Blütenknospe tragen“, gibt Luger Hobbygärtnern abschließend noch einen Gartentipp.

 

Zur Person:
Ernst Luger
geb.: 1949
Wohnort: Dornbirn, Hafnergasse
Familie: verheiratet mit Renate
Beruf: Bäckermeister in Pension
Hobbys: Rosengarten, Backen, Turnen (Gymnastik für die Gesundheit), Radfahren
Motto: „An allem interessiert sein“

 

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