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Seilbahnwirtschaft mit Umsatzeinbußen

Dornbirn - Die Wetterkapriolen des vergangenen Winters haben sich auch im Ergebnis der Vorarlberger Seilbahnwirtschaft bemerkbar gemacht. Die Zahlen wurden am Donnerstag präsentiert.

Bei den Tagesgästen verzeichneten die Lift-Gesellschaften bis zu 30 Prozent weniger Umsatz, bei den Beherbergungs-Gästen waren es rund 15 Prozent. Das berichtete Wolfgang Beck, Obmann der Fachgruppe der Seilbahnen der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WK), im Rahmen einer Pressekonferenz im Vorfeld der 39. Vorarlberger Seilbahntagung in Dornbirn.

Beck bezeichnete die vergangene Saison als „teilweise problematisch“, vor allem in den niedriger gelegenen Skigebieten. Die höher gelegenen Pistenregionen kamen laut Beck mit einem blauen Auge davon, nur die Skigebiete in höheren Lagen verzeichneten im Winter 2006/07 leichte Zuwächse von zwei bis fünf Prozent. „In Skigebieten ohne Beschneiung bewegte sich der Umsatz zwischen minus 50 Prozent und gleich Null“, so Beck. Der Beschneiungsaufwand sei zwischen 20 und 35 Prozent größer gewesen als im Vorjahr.

Friedrich Lins, Geschäftsführer der Fachgruppe der Seilbahnen in der WK, bezifferte die Betriebskosten der Seilbahnwirtschaft „grob geschätzt“ mit drei bis fünf Mio. Euro. Die Vorarlberger Seilbahnen werden für die kommende Wintersaison laut Beck insgesamt 26,7 Mio. Euro investieren, das sind rund zehn Prozent weniger als in diesem Winter.

„Der zehnprozentige Investitionsrückgang ist aus unserer Sicht nicht so dramatisch wie befürchtet“, erklärte der Seilbahnen-Obmann. Im Bereich Seilbahntechnik sollen 16,53 Mio. Euro investiert werden, 5,64 Mio. fließen in die Pistenoptimierung, weitere 2,84 Mio. in Aufwendungen wie die Beschneiung. Für den Bereich Gastronomie wird eine Mio. Euro bereitgestellt, für Pisteninformation und -sicherung weitere 654.000 Euro.

Als Gastreferent luden die Vorarlberger Seilbahnen Bo Halvardsson, Direktor der der norwegischen Firma „Skistar“, zur Seilbahntagung. Lins betonte, man könne gerade bei Verkauf und Marketing eine Menge lernen. Wichtigste Anregung Halvardssons für die Vorarlberger: „Alles muss einfach sein“. Skistar betreibe beispielsweise nur einen Webauftritt, es gebe nur eine Buchungs-Hotline. Zudem arbeite Skistar mit Geld-zurück-Garantien und Komplettpaketen.

„Ein starker Auftritt, nur ein Skipass – da sind Entwicklungen im Gange, das geht aber nicht von heute auf morgen“, so Lins zur Situation in Vorarlberg. Für die neuen Märkte im Osteuropa müsse man sich zudem überlegen, „wie die Leute zu uns kommen“, erklärte Lins. „Sicher wäre ein höherer Stellenwert des Flughafens Friedrichshafen mittelfristig von Bedeutung“, meinte der Fachgruppen-Geschäftsführer.

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