Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Seilbahnprojekt in Venezuela

Doppelmayr arbeitet an Planung für Seilbahnprojekt in Venezuela, nachdem die Autobahnverbindung zwischen Caracas und der Küstenprovinz Vargas gesperrt werden musste.

Dort befinden sich sowohl der größte internationale Flug- als auch der größte Schifffahrtshafen des Landes. Doppelmayr selbst bestätigte gegenüber der APA Interesse an dem Projekt, das aber noch beschlossen werden muss.

Nach Berichten des spanischsprachigen Dienstes der Nachrichtenagentur AP sowie lokalen venezolanischen Medien haben Vertreter der österreichischen Botschaft dem venezolanischen Infrastrukturminister Ramon Carrizàlez bereits vergangene Woche erste Pläne des österreichischen Seilbahnspezialisten für ein entsprechendes Bauvorhaben vorgelegt. Eine exaktere Feasibility-Studie soll „innerhalb einer Woche bis zehn Tagen“ vorliegen.

„Wir sind uns dessen bewusst, dass hier ein Notfall vorliegt. Österreich wird alles tun, um das Projekt zu beschleunigen“, wird der österreichische Handelsdelegierte Andreas Schmid in Caracas in den Berichten zitiert. An Interesse von venezolanischer Seite mangle es jedenfalls nicht. Laut dem für Venezuela zuständigen Doppelmayr-Verkaufsleiter, Christoph Härle, soll die rund zehn Kilometer lange, für den Personenverkehr bestimmte Seilbahn vom Stadtrand von Caracas ihren Ausgang nehmen, über die rund 1400 Meter hohe Gebirgskette des El Avila führen (die Hauptstadt selbst liegt auf rund 900 Metern Seehöhe) und von dort direkt zum am Meer gelegenen Internationalen Flughafen Maiquetia führen.

Die Planungen würden so angelegt, dass „zwischen 2.500 und 3.000 Personen pro Stunde in jede der beiden Richtungen befördert werden können“, so Härle. Allerdings sei es schwierig zu sagen, wie viel Zeit die Realisierung der Seilbahn letztlich in Anspruch nehmen könnte. Im Schnitt sei bei einem derartigen Bauvorhaben mit einer Errichtungszeit von neun bis zehn Monaten zu rechnen, kalkuliert etwa Schmid. Lokalen Presseberichten, wonach die Dauer nur rund sechs bis sieben Monate betragen könnte, widersprach er im Gespräch mit der APA. Im konkreten Fall sei die Trasse mit mehr als zehn Kilometern Länge eine sehr große.

Für den Fall, dass Doppelmayr den staatlichen Auftrag erhält, würde sich das Vorarlberger Unternehmen laut Härle auf Planung, Bereitstellung der Technologie und die Montageaufsicht im Verbund mit lokalen Baufirmen konzentrieren – „wie es in solchen Fällen üblich ist“. Doppelmayr ist in Venezuela kein Unbekannter. 2001 zeichnete das Unternehmen bereits für die Errichtung einer Ausflugsseilbahn von Caracas auf den Berg El Avila mit angeschlossenem Nationalpark auf rund 2.100 Metern Seehöhe verantwortlich.

Die Autobahn von Caracas nach Vargas musste am 5. Jänner gesperrt werden, nachdem eine Brücke einzustürzen drohte. Alternativ wurde eine alte Landstraße für den Verkehr geöffnet. Benötigte man für den 22 Kilometer langen Streckenabschnitt den Berichten zufolge zuvor rund 20 Minuten, so liegt die durchschnittliche Fahrzeit auf Grund der großen Rückstaus und der für den Massenverkehr völlig ungeeigneten Straße nunmehr zwischen zwei und vier Stunden.

Auch wenn das anvisierte Seilbahnprojekt nicht als vollständige Alternative zur Autobahn gesehen werden kann, so würde es doch relativ kurzfristig zu einer beträchtlichen Entlastung der momentan angespannten Verkehrssituation führen, kalkulieren Verkehrsexperten. Es sei in diesem Zusammenhang allerdings weniger bloß eine Notlösung für die entstandene Situation zu betrachten, sondern auch als eine Möglichkeit, die bereits seit seit längerem bestehende Problematik des Pendlerverkehr zwischen Caracas und Vargas in den Griff zu bekommen.

www.doppelmayr.at
home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Seilbahnprojekt in Venezuela
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen