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Seifenfabrik wird zur Bildungsstätte

Bürgermeister Elmar Rhomberg und Projektleiter Dipl.-Ing. Martin Längle informieren bei einem Lokalaugenschein das Vorhaben.
Bürgermeister Elmar Rhomberg und Projektleiter Dipl.-Ing. Martin Längle informieren bei einem Lokalaugenschein das Vorhaben. ©Peter Strauß
Bis Schulbeginn soll die neue Außenstelle des Poly Bregenz in Lauterach in Betrieb gehen.

Lauterach. (stp) Keine Ferienzeit in der alten Seifenfabrik in Lauterach: Wie berichtet, wird dort neben einer Vielzahl anderer Einrichtungen derzeit auch die neue Außenstelle des Poly Bregenz installiert. Rund eine Million Euro wird in das Projekt investiert, um eine moderne Bildungsstätte für die 9. Pflichtschulstufe zu schaffen.

Weitere Adaptierungen

„Und wenn wir hier schon die Handwerker im Haus haben”, scherzt Bürgermeister Elmar Rhomberg bei einem Lokalaugenschein, „dann setzen wir gleichzeitig auch ein anderes Projekt um, das schon lange geplant ist: Infrastruktur für den Ausstellungs- und Veranstaltungsraum.” Während bei der Expositur der Polytechnischen Schule die Arbeiten in der Zielgeraden sind, ist auf den anderen Baustellen noch einiges zu tun. „Bis zum 11. 11. müssen wir auch hier fertig sein, sonst werden mir die Narren närrisch”, steckt der Gemeindechef den Zeitplan ab, denn an diesem ominösen Tag wird auch in Lauterach die „fünfte Jahreszeit” eingeläutet. In Räumlichkeiten, auf die nicht nur die „Schollesteachar” seit langem scharf sind, sondern auch andere Vereine warten, bis sie hier ihre Events organisieren können. Fehlende Infrastruktur machte dies bisher praktisch unmöglich, ab Spätherbst soll jedoch eine zusätzliche Location zur Verfügung stehen. Dafür wird alles umgekrempelt, die ehemaligen Fabriksräumlichkeiten werden neu strukturiert, Fenster und Durchgänge zugemauert, neue geschaffen, ebenso Stiegen in obere Stockwerke. Die Alte Seifenfabrik inspiriert den Gemeindechef zur Feststellung, dass dieses Projekt „eine saubere Sache” wird.

Unendliche Geschichte

Zu diesem Schritt hat sich die Gemeinde nun entschlossen, nachdem die Generalsanierung und Modernisierung des Vereinshauses weiter auf die lange Bank geschoben bleibt. Genehmigungsverfahren bis in die Höchstinstanz blockieren sehr zum Leidwesen der Gemeinde die vorgesehenen Maßnahmen. Ärgerlich auch für das Gesamtkonzept, das zwischen Rathaus und Vereinshaus umgesetzt werden soll. „Solange wir mit dem Vereinshaus blockiert sind, haben auch weitere Maßnahmen auf dem ehemaligen Schertler-Areal wenig Sinn”, bedauert Rhomberg.

Wichtiges Mosaiksteinchen

Umso erfreulicher ist der Baufortschritt bei der Expositur der Polytechnischen Schule. „Diese Entscheidung wurde sehr kurzfristig getroffen, nachdem in diesem Bildungsbereich eine Umstrukturierung im Großraum Bregenz anstand. Wir stellen hier die Räumlichkeiten dem Schulerhalterverband zur Verfügung, organisatorisch läuft alles über die ,Bregenzer Zentrale’. Peter Kaufmann ist Geschäftsführer, Elke Gartner wird die Expositur leiten.” Auch die Adaptierungsarbeiten laufen unter der Regie von Bregenz ab, wie Dipl.-Ing. Martin Längle bei einem Lokalaugenschein erläutert. Es entsteht ein wichtiges Mosaiksteinchen im Bildungsbereich. Optimale Voraussetzungen für gastronomische Ausrichtung durch eine moderne Küche, die alle Stückchen spielt. Gleiches gilt für die Bereiche Holz/Metall sowie Textil. Gerade in einer Zeit, wo sich die Wirtschaft über Probleme im Lehrlingsbereich beklagt, sind optimale Voraussetzungen zur Vorbereitung auf handwerkliche Berufe in der Polytechnischen Schule von unschätzbarem Wert.

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