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"Sehr schlankes Budget": Wien will unter zwei Millionen Euro für Beethoven 2020 ausgeben

Michael Ludwig sprach von einem "schlanken Budget für eine so große Aktivitätsreihe".
Michael Ludwig sprach von einem "schlanken Budget für eine so große Aktivitätsreihe". ©APA/GEORG HOCHMUTH
Bei den Ausgaben für das Beethoven-Jahr 2020 will die Stadt Wien bei den Ausgaben unter zwei Millionen Euro bleiben.
Wien feiert Beethoven: Das Programm

Die Stadt Wien hat sich vorgenommen, bei den Ausgaben für das Beethoven-Jahr 2020 bei "deutlich unter zwei Mio. Euro" zu bleiben. Das sagte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bei der Programmpräsentation am Donnerstag. Darin seien bereits PR-Maßnahmen, aber auch Kosten für das geschaffene Koordinierungsbüro enthalten - und zwar inklusive Vorbereitungszeit, betonte der Stadtchef.

Ludwig sprach von einem "sehr schlanken Budget"

Ludwig sprach insofern von einem "sehr schlanken Budget für eine so große Aktivitätsreihe". Das sei möglich, weil die Koordination mit den vielen Kulturinstitutionen der Stadt sehr gut funktioniere. Zudem geht der Bürgermeister davon aus, dass der Werbewert "ein Vielfaches von dem, was wir als Stadt einsetzen", sei.

Dieser werde außerdem sehr nachhaltig wirken, "weil wir die Stadt Wien auch für die Zukunft als Kultur- und Musikhauptstadt positionieren wollen". Was den Tourismusaspekt anbelangt, betonte der Bürgermeister, dass das Beethoven-Jahr gut in die neue Strategie passe, sich auf Besucher mit "vertiefendem Interesse" zu fokussieren anstatt auf Gäste, "die nur für ein paar Stunden durch die Stadt laufen".

Stadt Wien tritt kaum als Veranstalterin auf

Die Stadt tritt dabei kaum als Veranstalterin selbst auf. Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) nannte als Mission, "zum Klingen zu bringen, was in der Stadt schon da ist". Viele Institutionen würden sich sowieso mit dem Meister beschäftigen, man wolle "bündeln, verstärken und Impulse setzen, um ungewöhnliche Formate anzugehen", verwies sie etwa auf die Einbindung der Bestattung, der Volkshochschulen oder des Silvesterpfads.

Ludwig erwähnte, dass der Meisterkomponist zwar in Bonn geboren worden sei, aber den größten Teil seines Lebens in Wien verbracht habe: "Es ist durchaus berechtigt, dass wir ihn für uns reklamieren." Kaup-Hasler nannte Beethoven einen "wunderbaren deutschen Arbeitsmigranten". Dieser sei als 22-Jähriger in die Stadt gekommen und habe diese "bis auf ein paar Kuraufenthalte und Damenbesuche" nicht mehr verlassen, wusste Beethoven-Koordinatorin Susanne Schicker. Sie kümmert sich mit zwei Mitarbeitern um die abgestimmte Abwicklung aller Veranstaltungen - allein mehr als 200 im ersten Halbjahr - unter der Dachmarke "Wien Beethoven 2020". Der Startschuss für den einjährigen Eventreigen fällt am 16. Dezember, dem mutmaßlichen Geburtstag Beethovens, im Rathaus. Exakt ein Jahr später, dem 250. Geburtstag des Komponisten, findet dort auch die Abschlussveranstaltung statt.

(APA/Red)

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