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Seebestattungen im Bodensee erlauben: In Vorarlberg derzeit kein Thema

Laut Vorarlberger Gesetz ist eine Bestattung im Bodensee nicht erlaubt.
Laut Vorarlberger Gesetz ist eine Bestattung im Bodensee nicht erlaubt. ©dpa
Bregenz, Stuttgart. - Seebestattungen sind in Vorarlberg und Deutschland verboten, in der liberaleren Schweiz hingegen erlaubt. Wie berichtet suchen daher immer mehr Menschen den Umweg über die Schweiz um ihren Liebsten den letzten Wunsch zu erfüllen. Aus diesem Grund will die FDP dies nun auch auf Landesrecht ermöglichen. In Vorarlberg ist eine Novellierung laut LR Bernadette Mennel des Gesetzes derzeit aber noch kein Thema.

Das Bestattungsrecht in der Schweiz ist weit liberaler als in Österreich oder Deutschland. Aus diesem Grund lassen immer mehr Hinterbliebene den Leichnam in die Schweiz überführen um die Asche dann beispielsweise im Bodensee zu verstreuen. Damit können die Hinterbliebenen ihren Liebsten den letzten Wunsch einer Seebestattung erfüllen. Die Bregenzer Bestatterin Erika Petschenig berichtete auf VOL.AT-Anfrage von rund zehn Anfragen für Seebestattungen pro Jahr. Die relativ geringe Nachfrage sei jedoch dem Umstand geschuldet, dass Seebestattungen in Vorarlberg nicht erlaubt sind.

FDP-Vorstoß in Deutschland

Auch in Deutschland sind Seebestattungen bislang untersagt. Aus diesem Grund unternimmt die FDP-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg nun einen neuen Anlauf um Seebestattungen im Bodensee zu ermöglichen. “Es wird höchste Zeit, dass auch nach Landesrecht die Seebestattung durch Verstreuen der Asche auf dem Bodensee erlaubt wird”, ließ der sozialpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann, am Dienstag wissen. Derzeit wird vom Land Baden-Württemberg, das mit Winfried Kretschman von einem Grünen Ministerpräsidenten regiert wird, das Bestattungsgesetz überarbeitet. Laut welt.de wurde die FDP-Forderung allerdings schon abgelehnt, woraufhin Hausmann sagte. “Und mir soll erst mal einer einen schlüssigen Gedankengang präsentieren, warum ein bisschen Asche im großen Bodensee schädlich sein soll.”

Kein neues Gesetz geplant

Eine Novellierung des Bestattungsgesetzes – um auch Seebestattungen durchführen zu können – ist in Vorarlberg laut LR Bernadette Mennel derzeit kein Thema. Die letzte Gesetzesänderung wurde 2009 von allen Fraktionen einstimmig beschlossen und umgesetzt. In dieser wurde festgehalten, dass die Hinterbliebenen einen kleinen Teil der Asche jetzt auch mit nach Hause nehmen dürfen. Die Urne mit dem überwiegenden Teil der Asche muss aber weiterhin auf einem Friedhof öffentlich zugänglich bestattet werden.

Mennel: “Kein Handlungsbedarf”

In Bezug auf Seebestattungen zeigt LR Bernadette Mennel im VOL.AT-Gespräch Verständnis für die persönlichen Wünsche von Menschen. Sie hält jedoch auch fest, dass derzeit keine Adaptierung des Gesetzes geplant sei. “Man kann dieses Thema natürlich auch noch mit Fachleuten diskutieren, aber derzeit sehe ich keinen Handlungsbedarf.” Aus psychologisch und menschlicher Sicht sei es laut Mennel wichtig, dass ein Teil der Asche an einem Ort der Erinnerung bestattet wird. Hierfür gebe es natürlich auch in Bezug auf Seebestattungen Meinungen, die dafür und dagegen sind. “Die Zugänge sind unterschiedlich und muss man respektieren. Eine Erinnerungskultur – sprich einen Ort der Erinnerung zu schaffen – waren uns aber wichtig”, sagt Mennel abschließend.

Doch kann es – vor allem für jene, die den See lieben – einen schöneren Ort der Erinnerung geben als den Bodensee – was meinen Sie?

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