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Schwimmende Arena aus 500 Tonnen Stahl

Kressbronn (D) - Die "MS Sonnenkönigin", das neue Flaggschiff der Bodenseeflotte von Walter Klaus, wurde am Samstag bei der Bodan-Werft in Kressbronn erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Elegant türmen sich 500 Tonnen Stahl haushoch zu einer schlanken, hohen Arena. Das Innere der übers Jahr als Flaggschiff der Bodenseeflotte verkehrende Motorschiff (MS) „Sonnenkönigin“, das am Samstag in der Bodanwerft Kressbronn erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurde, ist ein lang gestrecktes Oval mit nicht weniger als fünf Ebenen, das sich durch hydraulisch bewegliche Teile verwandeln lässt. Da kann ein Konzertsaal mit Orchesterpodium und Tribüne entstehen, eine vielgestaltige Räumlichkeit für Präsentationen aller Art oder ein Festsaal. Gut vorstellen kann man sich die „Sonnenkönigin“ ferner als eine riesige, vibrierende Disco, auf der sich die Jugend aus mindestens drei Ländern bis in den heraufziehenden Morgen hinein vergnügt. Die Idee hatte, wie man hört, der Vorarlberger Touristik-Tycoon Walter Klaus.

Doch wem gehört die „Sonnenkönigin“? Hermann Hess, der Thurgauer Immobilienmakler und Verwaltungsrat der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrtsgesellschaft (SBS), verriet die rechtliche Konstruktion des Projekts: Zu 51 Prozent wird die „Sonnenkönigin“ über eine eigens zu gründende Gesellschaft ins Eigentum von Walter Klaus kommen, zu 49 Prozent ins Eigentum des Schweizers Hess. Umgekehrt ist es bekanntlich bei der SBS. Da haben die Vorarlberg Lines 49, die Schweizer 51 Prozent. Sitz der neuen Gesellschaft wird die Schweiz sein. Die „Sonnenkönigin“ bekommt drei Heimathäfen: Bregenz, Rorschach und Romanshorn. Hess schätzt, dass das Projekt auf insgesamt 13 Millionen Euro zu stehen kommt.

„Wir wollen eine einzigartige Location für exklusive Events auf internationalem Niveau bieten“, sagte Kommerzialrat Walter Klaus. Das 70 Meter lange, 15 Meter breite und über elf Meter hohe Schiff ist mit modernster Präsentationstechnik ausgestattet.

Beim Licht gibt es eine Weltneuheit: Mit Kaltlicht werden ganze Metallflächen zum Leuchten gebracht. Herzstück der Eventtechnik ist eine ausfahrbare Bühne und eine Tribüne auf dem Hauptdeck. Sie machen die beiden Oberdecks zu Theaterbalkonen. Ergänzt wird das über vier Decks gehende Raumangebot durch Barbereiche und eine Lounge.

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