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Schwerpunkte im Kunst Haus Wien 2019

Das Gegensatzpaar Provinz und Metropole steht im Zentrum
Das Gegensatzpaar Provinz und Metropole steht im Zentrum ©APA (Archiv)
Provinz und Metropole: Dieses Gegensatzpaar bildet 2019 den inhaltlichen Schwerpunkt des Kunst Haus Wien. Im Frühjahr macht man sich Gedanken "Über Leben am Land", im Herbst folgen Highlights der Street Photography, wie Direktorin Bettina Leidl am Mittwoch ankündigte. Außerdem richtet das Kunst Haus heuer erstmals das einmonatige Festival "Foto Wien" aus - mit Zentrale in der Postsparkasse.

“Wir richten verstärkt den Blick auf das Stadt-Land-Thema”, sagte Leidl bei der Programmpräsentation. Das Land stehe einerseits für einen Sehnsuchtsort, um zwischendurch der Hektik des Großstadtlebens und des Konsumzwangs zu entfliehen. “Mit dem wirklichen Land hat die Stippvisite am Wochenende allerdings nur wenig zu tun”, gab die Hausherrin zu bedenken. Denn strukturschwache Regionen ohne Postamt, Supermarkt oder Bank und wenig Jobchancen hätten mit dem ökologischen und ökonomischen Wandel zu kämpfen und seien oft Angelpunkte populistischer Strömungen. Der Wahlsieg Trumps habe hier seinen Ursprung ebenso wie der aktuelle “Gelbwesten”-Protest in Frankreich, wagte Leidl eine Analyse.

Witzige und tragische, analytische und tragische Blicke auf die Provinzen in Europa und den USA liefert die erste große Ausstellung “Über Leben am Land” ab 23. März. Gezeigt werden Werke u.a. von Heinz Cibulka, Igor Samolet, Anatoliy Babiychuk oder Iris Andraschek.

Mitten in die Herzen der Metropolen schneidet indes die Herbst-Schau “Street. Life. Photography”. Ab 11. September versammelt das Ausstellungshaus im Bezirk Landstraße Klassiker und zeitgenössische Positionen des Genres. Größen wie Diane Arbus, Robert Frank und Martin Parr treffen hier auf junge heimische und internationale Vertreter wie Mohamed Bourouissa, Alex Dietrich oder Harri Pälviranta.

Premiere feiert das Kunst Haus Wien mit der erstmaligen Ausrichtung des neuen Festivals “Foto Wien”, das die bisherige Initiative “Eyes On” ablöst. Vier Wochen lang (20. März bis 20. April) bespielt man – anlässlich des europäischen Monats der Fotografie – mit einem kuratierten Programm Museen, Ausstellungshäuser, Galerien, Kunstunis, Fotografie-Institutionen und Off-Spaces. “Wir wollen das Potenzial der lokalen Fotoszene sichtbar machen”, setzt sich Leidl zum Ziel. Rund 120 Partner sind mit an Bord.

Mit dem Neustart verfügt man erstmals auch über eine Festivalzentrale, die in der Postsparkasse angesiedelt ist. Im Otto-Wagner-Bau sind ein “Photobook Market”, Symposien und Diskussionen geplant. Außerdem dient das Headquarter freilich als Ausstellungsfläche, wobei man Frankreich als Gastland eingeladen hat. Französische und heimische Fotokünstler werden sich unter dem Schlagwort “Urbane Zonen / Zones Urbaines” mit dem Phänomen Stadt auseinandersetzen. “Bodyfiction” versammelt wiederum Werke, die sich mit der Inszenierung des Körpers im digitalen Zeitalter auseinandersetzen, wie die Direktorin ankündigte.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen in der Zentrale und “zu 90 Prozent der Partnerlocations” ist kostenlos. “Foto Wien” soll künftig alle zwei Jahre ausgerichtet werden. Das Budget beträgt 200.000 Euro und wird vom Rathaus zur Verfügung gestellt. Immerhin gehört das Kunst Haus Wien zur städtischen Wien-Holding.

Die “Garage” steht im kommenden Jahr erneut dem Nachwuchs zur Verfügung. Zu sehen ist etwa das polnisch-britische Künstlerduo Lena Dobrowolska und Teo Ormond-Skeaping, die in “Plus 1,5 Grad Celsius” Menschen porträtieren, die besonders vom Klimawandel betroffen sind (ab 23. März). Etwas wilder geht es ab 10. Oktober wohl in Martin Roths Installation “In October 2019 I listened to animals imitating humans” zu. Der in New York lebende österreichische Künstler wird die “Garage” mit Schutt füllen und diesen mit tier-, mensch- und pflanzenähnlichen Objekten bestücken.

Für das ablaufende Jahr zog Leidl eine positive Bilanz. Mit voraussichtlich 120.000 Besuchern und 183.000 verkauften Tickets – Kombikarten für die Hundertwasser-Dauerausstellung und die jeweilige Foto-Sonderausstellung werden separat gezählt – liege man auf dem Niveau von 2017 bzw. leicht darüber. Nicht zuletzt ob dieses Erfolgs habe sie sich erneut für die Führung des Hauses beworben, sagte Leidl auf Journalistennachfrage. Immerhin läuft ihr jetziger Vertrag mit März 2019 aus. Die Bewerbungsfrist für den nächsten Fünfjahresvertrag endete mit 27. November.

(APA)

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