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Schwere Unwetter in der Toskana - Drei Tote und Vermisste

Schwere Unwetter haben sogar Todesopfer gefordert.
Schwere Unwetter haben sogar Todesopfer gefordert. ©APA; Reuters; Canva
Bei schweren Unwettern in der Toskana sind in der Nacht auf Freitag drei Personen ums Leben gekommen, vier weitere Menschen werden vermisst.

Der Fluss Bisenzio trat über die Ufer und überschwemmte mehrere Gemeinden. Besonders betroffen waren die Städte Prato, Empoli und Pontedera, deren Krankenhäuser überschwemmt wurden, wie der Präsident der Region Toskana, Eugenio Giani, berichtete.

Notstand in der Toskana: Fluten fordern Todesopfer

Die Regierung in Rom will bei einer Ministerratssitzung, die am Freitag geplant ist, wegen den Unwettern den Notstand ausrufen. Damit sollen schnellere Maßnahmen für Hilfen und Entschädigungen ergriffen werden. Zu den Todesopfern zählt ein 85-jähriger Pensionist, der tot im Erdgeschoß seines Hauses in der toskanischen Gemeinde Montemurlo nahe Prato gefunden wurde, berichteten italienische Medien. Der behinderte Mann wurde leblos in seinem Haus gefunden, in das Wasser eingedrungen war. Vergebens hatte er versucht, sich im oberen Geschoß in Sicherheit zu bringen. In Montemurlo kam eine 84-Jährige ums Leben. Keine näheren Informationen gab es zum dritten Opfer. Die Vermissten wurden im Raum von Florenz gemeldet.

Regierung plant schnelle Hilfsmaßnahmen

Der Präsident der Toskana rief den Notstand in der Region aus. In der Kleinstadt Campi Bisenzio in der Provinz Florenz wurden 800 Hektar Gebiet überschwemmt, mehrere Personen mussten ihre Häuser verlassen. Über tausend Mal musste die Feuerwehr in der Nacht auf Freitag in der Toskana ausrücken, um Menschen in Sicherheit zu bringen.

Der Bürgermeister der Stadt Prato nördlich von Florenz, Matteo Biffoni, sprach von verheerender Lage. "Die Situation ist schockierend, jetzt müssen wir hart arbeiten, um die Stadt vom Schlamm zu befreien", schrieb Biffoni in Sozialen Netzwerken. 40.000 Haushalte waren wegen der Unwetter ohne Strom. Teile der Autobahn A11 mussten gesperrt werden. Beim Bahnverkehr kam es zu erheblichen Problemen.

Verheerende Lage in Prato: Stadt kämpft gegen Schlamm und Stromausfälle

Die Bahnlinie zwischen Prato und Pistoia wurde unterbrochen. Die Schulen in der Toskana blieben am Freitag geschlossen. In der toskanischen Hafenstadt Livorno mussten die Schiffe wegen des Windes, der eine Geschwindigkeit von bis zu 120 Stundenkilometer erreichte, im Hafen bleiben. Die Fährenverbindung zur Insel Elba wurde unterbrochen.

Unwetterchaos weitet sich aus: Auch Venetien und Emilia Romagna betroffen

Von den Unwettern war auch die norditalienische Region Venetien schwer betroffen. Eine Person wurde in der Dolomiten-Provinz Belluno vermisst. Dabei handelt es sich um einen Feuerwehrmann, der nicht im Dienst war. Er soll in einen Fluss gestürzt sein. Ein zweiter Vermisster wurde in der Gegend von Verona gemeldet. Schwere Unwetter wurden auch in der Region Emilia Romagna und in der Lombardei gemeldet. In Mailand schwoll der Fluss Seveso an, der bereits am Dienstag über die Ufer getreten war und einige Viertel der Finanzmetropole überschwemmt hatte. In der Emilia Romagna war es im Mai zu verheerenden Unwetter mit 15 Todesopfern und Schäden in Milliardenhöhe gekommen.

(APA)

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