Schwere Krawalle vor Kongress in Paraguays Hauptstadt

Bauern und Indigene haben sich vor dem Kongress in der paraguayischen Hauptstadt Asunción schwere Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Die Demonstranten steckten Autos in Brand und schleuderten Steine auf die Beamten, berichtete der Radiosender ABC am Mittwoch. Die Proteste richteten sich gegen eine Gesetzesreform, nach der die Besetzung von privaten Ländereien künftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren bestraft werden kann.

Die Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer und Tränengas ein. Sieben Beamte wurden bei den Krawallen verletzt, wie die Polizei auf Twitter mitteilte. Auf einem Foto war zu sehen, wie ein Beamter von einem Pfeil getroffen wurde.

In dem südamerikanischen Land kommt es häufig zu Landkonflikten. Kleinbauern und Indigene besetzen immer wieder Parzellen, auf die sie Anspruch erheben. Trotz der Zusammenstöße vor dem Kongress billigten die Abgeordneten die Reform schließlich.

(APA/dpa)

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