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Schwerarbeit: Egger lehnt Modell von Fink ab

Der Vorarlberger Freiheitlichen-Obmann Egger hat am Donnerstag erneut eine Änderung des Pensionssystems hin zur Formel "45-60-80" gefordert. AK-Präsident Fink: Keine Schwerarbeit ohne Beitragszahlung

Wer 45 Beitragsjahre vorweisen kann oder 65 Jahre alt ist, soll ohne Abschläge mit 80 Prozent des Letztbezugs in den Ruhestand treten können, forderte Egger. Das solle generell gelten. Der FPÖ-Landeschef reagierte damit ablehnend auf einen Vorschlag des Vorarlberger AK-Präsidenten Josef Fink, der am Vormittag ein Modell zur Schwerarbeiterregelung präsentiert hatte.

Fink tritt dafür ein, dass nur jene Tätigkeiten als Schwerarbeit anerkannt werden sollen, für die zusätzliche Beiträge in das Pensionssystem geleistet werden. Er schlug vor, die Festlegungen von Schwerarbeit komplett den Kollektivvertragspartnern zu überlassen. In den heimischen Kollektivverträgen existierten bereits unzählige Definitionen für Zulagen zur Abgeltung besonderer Umstände und Erschwernisse in der jeweiligen Berufssparte.

„In allen Branchen, in denen Schwerarbeit anfällt, muss dafür neben den aus Arbeitnehmerschutzgründen notwendigen Erleichterungen auch ein Ausgleichsbetrag auf das individuelle Pensionskonto oder in ein Zusatzpensionssystem einbezahlt werden“, forderte der AK-Präsident. Bezahlen sollen zunächst die Arbeitgeber, als untere Grenze nannte Fink gegenüber der APA zwei Prozent der sozialversicherungspflichtigen Grundlage. Es könnten aber auch Modelle entwickelt werden, bei denen die Arbeitnehmer freiwillig mitzahlen, so Fink.

Für Egger kommt ein solcher Ansatz hingegen nicht in Frage. „Man kann das Problem nicht auf die Wirtschaft abwälzen“, so Egger. Die 45-60-80-Regelung biete ein höchstes Maß an Fairness und Transparenz. Wenn man es schaffe, die Leute so lange im Arbeitsleben zu halten, sei das System auch finanzierbar, zeigte sich Egger überzeugt.

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