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Schweizer sagen „Nein“ zur Höchster Variante

Höchst – Die von der Gemeinde Höchst favorisierte Anschlussvariante für die Verbindung der beiden Rheintalautobahnen A1/A13 und A14 sei für die Schweizer Nachbargemeinde nicht zu akzeptieren, weil alle Lasten einseitig auf ihr Gemeindegebiet verlagert würden.

 Das teilte Gemeindeverbandspräsident Reto Friedauer am Dienstag in einer Aussendung mit. Der Gemeinderat habe sich im bisherigen Planungsprozess von der Überzeugung leiten lassen, dass übergeordnete Verkehrsfragen wie die Verbindung der beiden Rheintalautobahnen zwischen den Siedlungszentren in konstruktivem Dialog mit den Vorarlberger Nachbarn angegangen und gelöst werden müssten.

Der Gemeinderat beurteilt laut Friedauer eine neue Straßenverbindung Schweiz – Österreich im Raum Bruggerhorn insgesamt positiv. „Eine Verbindung in diesem Raum hat eine hohe Verkehrsentlas­tungswirkung für die ganze Region und eröffnet neue Entwicklungsmöglichkeiten für die Gemeinde“, heißt es in der Aussendung.

„Einseitige Lasten“

Aber auf die Bedürfnisse der Gemeinde St. Margrethen sei Rücksicht zu nehmen. Die Höchster Variante erfülle die St. Margrether Erwartungen in keiner Weise. Sie verlagere alle Lasten des Anschlusses einseitig auf St. Margrether Gemeindegebiet, zerschneide ertragreichen Landwirtschaftsboden und zerstöre Fruchtfolgefläche. Zudem beeinträchtige die Höchster Variante massiv die Attraktivität von Strandbad und Campingplatz Bruggerhorn.

Der Gemeinderat kämpfe für eine die Flächen schonende Variante und habe dies bei den Regierungsvertretern des Landes Vorarlberg und des Kantons St. Gallen auch so deponiert.

Abgestimmte Variante

Der Gemeinderat erwarte, dass eine rollend zu optimierende Variante 2 als Planungsgrundlage weiter verfolgt wird. Diese Variante 2 ordne sich längs der bestehenden Straßenachse auf Schweizer Seite an und führe über den Brückenkopf nach Höchst. Dort münde sie vor dem Höchster Ortsteil Brugg in eine Untertunnelung, führt auf einer Kreislinie unterirdisch um Brugg herum und treffe auf einen neu zu schaffenden Kreisel im Vorarlberger Rheinvorland. „Diese Lösung basiert auf Gesprächen zwischen der Abteilung Raumplanung des Landes Vorarlberg, den Verantwortlichen des Kantons St. Gallen sowie den Fachexperten der Gemeinden. Sie wurde im Herbst 2010 als beste Grundlage im Planungsgebiet ermittelt und der Öffentlichkeit auch vorgestellt. An dieser Variante muss auch festgehalten werden“, betont der St. Margrether Gemeindepräsident.

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