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Schweiz: Besorgt wegen Terrorgefahr

Die Gefahr eines möglichen Terroranschlags in der Schweiz erfüllt Bundesanwalt Valentin Roschacher mit „ernster Besorgnis". Niemand könne einen solchen Anschlag ausschließen.

Dies sagte Roschacher in einem Interview im „Blick” vom Freitag. Die Terrororganisation El Kaida sei global vernetzt, sagte Roschacher. Auch der Schweiz drohe Gefahr, denn sie sei keine Insel, sondern liege mitten in Europa. „Unser Land ist ’Switzerland’, nicht ’Switzer-Island’.”

Nicht erst seit den Anschlägen am 11.©März in Madrid sei er deshalb um die Schweizer Bevölkerung besorgt, sagte Roschacher. Dabei denke er auch an Auslandschweizer und an Touristen. Nachdenklich stimmten ihn auch die Auswirkungen der Terrorgefahr auf die rechtsstaatlichen und demokratischen Grundwerte. Die Frage sei, wie weit für mehr Sicherheit Abstriche an Freiheit und Recht in Kauf genommen werden sollten.

Zur Frage, ob Spuren vom Madrider Attentat in die Schweiz führen, wollte sich der Bundesanwalt nicht äußern. Man stehe mit den spanischen Behörden in Kontakt, sagte er lediglich. Sollte es Spuren geben, werde die Bundesanwaltschaft ihre Arbeit tun.

Roschacher verteidigte die Schweizer Banken gegen den Vorwurf, Terroristen würden ihr Geld in der Schweiz lagern. Ein Missbrauch des Finanzplatzes könne zwar nie ausgeschlossen werden, sagte er. Aber die Schweiz sei nicht die Sparkasse Osama Bin Ladens.

Interessant für die Bundesanwaltschaft wäre laut Roschacher das Schengen-Abkommen mit der EU. Man arbeite schon heute so eng wie möglich mit den EU-Ländern zusammen. „Doch der direkte Zugriff zum Schengener Informationssystem wäre für uns eine große Hilfe und würde unsere Möglichkeiten zur Verbrechensbekämpfung erweitern.”

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