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Schweineseuche in Appenzell: 1200 Schweine getötet

1200 Schweine müssen notgeschlachtet werden.
1200 Schweine müssen notgeschlachtet werden. ©Symbolfoto: dpa/Carmen Jaspersen
In einem Schweinezuchtbetrieb in Appenzell-Innerrhoden hat sich das Schweinevirus PRRS ausgebreitet. Sämtliche 1200 Tiere des Betriebs werden jetzt geschlachtet. Grund sind verseuchte Eber-Sperma-Lieferungen aus Deutschland. Laut Agrarlandesrat Erich Schwärzler ist Vorarlberg bislang nicht betroffen.

Appenzell – 14 Tiere wurden Anfang dieser Woche positiv auf den PRRS-Erreger getestet. Für den Kantonstierarzt war klar, dass drastische Notmaßnahmen veranlasst werden müssen. Seit heute Nachmittag läuft eine großangelegte Tötungsaktion: rund 250 Sauen werden geschlachtet. Die rund 1000 Jungtiere des Betriebs werden direkt auf dem Hof getötet, wie das St. Galler Tagblatt in seiner morgigen Ausgabe berichtet. Das Veterinäramt Zürich schickte zur Tötung der Tiere ein spezielles Team nach Appenzell, seit dem frühen Nachmittag ist die großangelegte Tötungsaktion im Gang. “Für den betroffenen Betrieb ist es eine Katastrophe”, sagte der Kantonstiersrzt Sascha Quaile heute auf einer Pressekonferenz in Appenzell. Die Tötung der Tiere dauert laut Quaile bis in die Abendstunden. Das finanzielle Ausmaß des Schadens könne noch nicht abgeschätzt werden. 

Kantonaler Führungsstab

Die Maßnahme sei jedenfalls gerechtfertigt, so die Verantwortlichen. Man müsse davon ausgehen, dass sehr viele Tiere des Betriebs infiziert seien. Zur Unterstützung der Arbeiten steht auch der kantonale Führungsstab im Einsatz. Zu seinen Aufgaben gehören laut Quaile die Absperrung von Betrieben, die Betreuung der Besitzerfamilie und Kurierdienste.

27 Betriebe betroffen

Die Seuche PRRS gelangte durch Ebersperma aus einem deutschen Zuchtbetrieb in die Schweiz. In den Kantonen St.Gallen, Thurgau, Appenzell Inner- und Ausserrhoden, Schaffhausen und im Fürstentum Liechtenstein wurden 27 Betriebe mit dem Ebersperma beliefert. Sämtliche Muttersauen dieser Betriebe werden nun durch Blutentnahmen auf das Virus getestet, wie die Schweizer Nachrichtenagentur SDA berichtet. Die Untersuchungen seien noch im Gang. Laut Kantonstierarzt Quaile ist nicht ausgeschlossen, dass weitere Infektionen von Tieren festgestellt werden. 

Vorarlberger Behörden prüfen

Der Vorarlberger Landesrat Erich Schwärzler sagte auf VOL.AT-Anfrage, hierzulande seien keine Vorkommnisse bekannt. Landesveterinär Dr. Norbert Greber sei in Kontakt mit den Schweizer Behörden. Ob der Betrieb aus Deutschland auch Vorarlberger Höfe mit Ebersperma beliefert hat, ist noch nicht bekannt. 
Mit Material der SDA und St. Galler Tagblatt.

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