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Schwarzenegger als US-Präsident

Zwei junge Amerikaner haben eine Initiative gestartet, die dem aus Österreich stammenden kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger eine Kandidatur bei den nächsten US-Wahlen ermöglichen soll.

Die „Operation Arnold“ will mit einer Online-Petition politischen Druck machen, damit die US-Verfassung so geändert wird dass auch ein Einwanderer wie der gebürtige Steirer Schwarzenegger ins Weiße Haus gewählt werden kann.

„Arnold ist der beste Vertreter des American Dream“, betont der 24-jährige Marshall Miller im Gespräch mit der APA. Gemeinsam mit dem 26-jährigen Joshua Mickael betreibt er die „Operation Arnold“. Aus seinem Wunsch nach einem Präsidenten Schwarzenegger im Weißen Haus macht Miller kein Geheimnis. „Arnold“ könne die USA vereinen, die derzeit zwischen den beiden politischen Lagern, den Demokraten und Republikanern tief gespalten sei, ist der Student aus Los Angeles überzeugt. Seine Initiative sei aber nicht parteipolitisch motiviert.

Die „Operation Arnold“ sammelt Unterschriften für eine Verfassungsänderung. Zwei Republikaner haben bereits entsprechende Anträge im US-Kongress eingebracht. Senator Orrin Hatch aus Utah und der Abgeordnete Dana Rohrabacher aus Kalifornien wollen das Erfordernis, dass ein amerikanischer Präsident auch als Amerikaner geboren sein muss, durch einen Verfassungszusatz ändern. Demnach sollen künftig 20 Jahre Staatsbürgerschaft ausreichen – ein Erfordernis, das der in Thal bei Graz geborene und 1983 in den USA eingebürgerte Schwarzenegger bereits erfüllt.

„Die Verfassung sollte niemandem verbieten zu kandidieren“, meint Miller. Alle Amerikaner seien schließlich Einwanderer gewesen oder stammten von Einwanderern ab. Der Kandidat oder die Kandidaten müssten ohnehin die Wähler, auch die in den USA Geborenen, von ihren Qualitäten überzeugen. Seine Initiative wünscht sich Schwarzenegger bereits 2008 als Präsidenten.

Die Hürde für eine mögliche „Lex Schwarzenegger“ liegt aber ziemlich hoch: Zur Annahme eines Verfassungszusatzes ist in beiden Häusern des Kongresses, Senat und Repräsentantenhaus, eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig. Weiters müssen auch noch drei Viertel der 50 US-Bundesstaaten zustimmen.

Auf der Homepage werden auch Fan-Artikel verkauft, betont Miller. Derzeit werden Sticker mit dem Aufdruck „Arnold for President“ und „Prezinator“ angeboten. Fünf Prozent des Gewinnes will er der Schwarzenegger-Intiative für Nachmittagsbetreuung von Schülern spenden. Anfragen aus Österreich seien willkommen, betont Miller, und bei Bedarf wolle er auch die Fan-Artikel mit deutscher Aufschrift produzieren. „Das ist doch die offizielle Sprache in Österreich, oder?“

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